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09. Apr 2019 | News

Jugendorganisationen werben für Pflegekammer

Die AG Junge Pflege innerhalb des Regionalverbandes Nordost des Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und die Grüne Jugend Berlin haben sich gemeinsam für eine Berliner Pflegekammer ausgesprochen. In den Sozialen Medien trommeln sie unter dem Hashtag #PflegebrauchtKammer für die Gründung einer solchen Interessenvertretung.

Pflegekammer und kein Ende: In Berlin haben sich nun die Jugendorganisationen der Grünen und des DBfK Nordost für die Gründung einer solchen Interessenvertretung ausgesprochen.Grafik: Altenpflege

"Wir Pflegenden wissen am besten, was wir benötigen, um einen guten Job zu machen", so Nina Klein, die Sprecherin der AG Junge Pflege im DBfK Nordost, "doch anstatt uns in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, wird über unsere Köpfe hinweg entschieden. Deshalb brauchen wir auch in Berlin die Selbstverwaltung der Pflege, um die Interessen aller Pflegenden im politischen Diskurs direkt zu vertreten und unseren Beruf attraktiv weiterzuentwickeln."

"Ohne die Registrierung der Pflegenden durch die Pflegekammer wissen wir nicht, wie viele Fachkräfte in Berlin unter welchen Bedingungen arbeiten – ambulant und stationär", sagt Jana Brix, Sprecherin der Grünen Jugend Berlin, "nur auf Basis dieser Daten kann die professionelle pflegerische Versorgung der BerlinerInnen in Zukunft gewährleistet und die Situation der Pflegenden systematisch verbessert werden."

Laut DBfK Nordost hatte sich bereits 2015 eine Mehrheit der Pflegenden in Berlin in einer repräsentativen Befragung für eine Pflegekammer ausgesprochen. Neben Befürwortern gibt es allerdings auch vehemente Kritiker der Kammer. Die rot-rot-grüne Landesregierung hat bisher noch keine Entscheidung darüber gefällt, ob eine solche Interessenvertretung errichtet werden soll oder nicht.

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1 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

12. Apr 2019

Wieso die Selbstverwaltung der Pflege ausgerechnet mit einem Akt der Fremdbestimmung von Pflegekräften beginnen soll, nämlich der Zwangsmitgliedschaft in einer unsinnigen und teuren Sanktionskammer, ist und bleibt mir ein Rätsel. Wenn wir Pflegenden am besten wissen, was wir für „einen guten Job“ benötigen, dann sollten wir es am besten selbst in die Hand nehmen anstatt es immer den selben schon seit Jahrzehnten erfolglosen Polit- und Verbandsfunktionären zu überlassen. Stattdessen sollen wir mit unseren unterdurchschnittlichen Gehältern ein weiteres Bürokratiemonstrum wie der Zwangskammer bezahlen. Und am Ende zwei Herren dienen müssen. Verkehrte Welt! Angesichts des dramatischen Pflegenotstandes verbunden mit einer massiven Verletzung von Menschenrechten pflegebedürftiger Menschen brauchen wir wohl so jemanden wie eine Greta Thunberg für die Pflege. Ante Caljkusic, Altenpfleger

Volker Harmgardt

13. Apr 2019

#PFLEGEBRAUCHTKEINEZWANGSKAMMER !!! Danke Herr Caljkusic für Ihren ehrlichen und inhaltlich sehr guten Beitrag. Beste Grüße, Volker Harmgardt (Zwangskammer-)pfleger

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