Created with Sketch.

22. Mai 2020 | News

Menschen, die in der Krise geholfen und dabei ihr Leben gegeben haben, ein Gesicht geben

Beschäftigte im Gesundheitswesen, die Betroffene versorgen, sind verstärkt dem Risiko einer Covid-19-Infektion ausgesetzt. Um den Verstorbenen zu gedenken, haben nun die Verantwortlichen des Podcasts "Übergabe" – fünf ehemalige Pflegewissenschaft-Studierende der Universität Witten/Herdecke (UW/H) – eine Internetseite gestartet.

Das Team des Übergabe-Podcast (v.l.n.r.): Eva Maria Gruber, Christian Köbke, Alexander Hochmuth, Mike Rommerskirch und Franziska Anushi Jagoda. Foto: Universität Witten/Herdecke

Unter https://uebergabe.de/podcast/covid19 möchten sie verstorbene Personen vorstellen und betroffene Familien, Freunden, Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen lassen.
"Leider sind Berichterstattungen über Personen, die im Gesundheitswesen tätig waren und durch eine Infektion mit Covid-19 verstorben sind, sehr selten", erläutert Franziska Jagoda, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pflegewissenschaft an der UW/H, die Motivation für die Kondolenzseite. "Wir möchten das ändern und gemeinsam genau diesen Menschen gedenken." Daher bittet das Übergabe-Team, ihnen Hinweise auf verstorbene Personen, Angehörige oder Freunde zukommen zu lassen. Franziska Jagoda: "Gerne würden wir auf dieser Seite den Namen, das Arbeitssetting und ein Bild von verstorbenen Beschäftigten im Gesundheitswesen veröffentlichen."
Entstanden ist die Kondolenzseite in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest und Anna Wardega, der Initiatorin von #respectnurses. "Bisher gibt es noch keine derartige Seite in Deutschland", sagt Franziska Jagoda. "Wir finden aber, dass sie dringend nötig ist. International gibt es einige Vorbilder, zum Beispiel aus Großbritannien. Wir versuchen, den Leuten neben der Möglichkeit eines Kondolenzbesuchs auch Informationen zu Verstorbenen durch deren Angehörige zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, den Personen ein Gesicht zu geben, die uns in dieser Krise geholfen haben."

Basale Stimulation in der Betreuung

Bücher

Basale Stimulation in der Betreuung

Wie sind Menschen mit Demenz zu erreichen? Welche Kontaktmöglichkeiten bleiben, wenn die verbale Kommunikation versagt? Wie lässt sich die Lebensqualität und das Wohlbefinden bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz fördern? Mit menschlicher Nähe und Berührung bereichert hier die Basale Stimulation den Alltag von demenziell erkrankten Menschen und Betreuenden. Das Buch zeigt die Chancen, aber auch Grenzen der Basalen Stimulation auf. Es ermöglicht ein tiefes Verständnis für das Konzept und erklärt, wie Betreuungskräfte Körpererfahrungen im Rahmen der Einzelbetreuung anbieten können. Der Autor beschreibt leicht verständlich die Modelle der Basalen Stimulation und die verschiedenen praktischen basal stimulierenden Angebote.

Tags

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok