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02. Nov 2018 | News

Mit Rollenspielen die Bewohnersicht verstehen

Im Expertenstandard zur Beziehungsgestaltung von Menschen mit Demenz dreht sich alles um eine personzentrierte Haltung. Wie sich eine solche Haltung im Team verankern lässt, erläutert Heike Jurgschat-Geer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren.

Wie hat sich eine Situation aus Sicht des Bewohners dargestellt? Das sollten sich Betreuende immer wieder mal fragen, um ihre eigene Haltung zu überprüfen.Foto: Werner Krüper   

Um herauszufinden, inwieweit Personzentriertheit bereits die Betreuungsarbeit bestimmt, oder wo es erforderlich ist, an der Haltung zu arbeiten, sind die Methoden der Wahl die Beobachtung und die Reflexion. Die Beobachtung von Alltagssituationen und die daran anschließende Besprechung im Team bietet die Chance, nicht sichtbare oder unbewusste Haltungen transparent zu machen. Sie ermöglicht laut Beraterin Jurgschat-Geer die Wirkung des eigenen Verhaltens auf andere zu besprechen, Ursachen für bestimmte Reaktionen zu identifizieren und ein gemeinsames Verständnis im Team zu entwickeln. Die Verständigung über gemeinsame Werte und Handlungsmuster wird häufig mit dem Begriff "Leitbildarbeit" umschrieben.

Für die Leitbildarbeit empfiehlt die Autorin Betreuenden, sich in den Bewohner hineinzuversetzen. Dabei könnten, so Jurgschat, Rollenspiele hilfreich sein, um ein Verstehen zu ermöglichen. Mehr dazu steht in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.

Vertellekes - das neue

Spiele

Vertellekes - das neue (Spiel)

Das neue Vertellekes besticht durch farbenfrohe und noch besser zu unterscheidende Spielkarten, variable Spielfeldgestaltung durch auslegbare Karten, neue Themenbereiche wie Schlager- und Stichworträtsel, neue Fragen für bekannte Rätselarten wie Wortsammlung und Redensartenrätsel. Die erweiterte Spielanleitung erläutert neue Erkenntnisse in der Betreuung demenzkranker Menschen und erweitert die Sicht auf das Spiel und die Einsatzmöglichkeiten. Beieinandersitzen, sich etwas "vertellen", Geschichten erzählen: Das ist der Grundgedanke dieses Frage- und Antwortspiels für ältere Menschen. Das Spiel soll Anstöße geben zum Erinnern, Nachdenken, Schmunzeln und Singen. Ohne Versagensangst und Leistungsdruck nehmen die älteren Menschen Positives wahr, sehen ihre eigene Persönlichkeit und ihr Selbstwertgefühl gefördert, lernen sich gegenseitig kennen, haben ein Gemeinschaftserlebnis und tauschen Erfahrungen aus. Dieses Spiel ist in der Altenhilfe ideal und langfristig einzusetzen - bei minimaler Vorbereitungszeit.

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

07. Nov 2018

Den Kommentar von Hr.Christoph kann ich nur unterstützen!!!Nach 45Jahren in allen Pflege-und Betreungsmodellen-findet irgendwer mal wieder einen"neuen hochtrabenden Begriff"was an Aktivierung mit den zu Betreuenden möglich ist und in das Konzept eingeflochten wird..wieder mit neuen Doku-Bogen-AAAABER....wie soll sowas umgesetzt werden,wenn noch nicht einmal der notwendige Toilettengang durchgeführt werden kann???aus Zeitmangel!!!Menschen-hört auf mit neuen Fantasien und lernt endlich das der Alltag in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen vorrangig ist-und gemeistert werden muß-anstatt z.B.aus Zeitmangel einen Katheter legen -was einen immensen Eingriff in die Privatsphäre bedeutet-oder lauft mal selbst auch nur 1Tag damit rum-oder flachgelegt durch Psychopharmaka,weil die Hektik und der Stress rundum die Menschen unruhig macht-BLEIBT an der BASIS und lasst diese gesunden!!!!Nur dann habt ihr selbst die Chance auf gute Versorgung trotz Handycup::::::

Unbekannter Nutzer

02. Nov 2018

Beraterin Jungschat-Geer erklärt Leitbildarbeit mit Schlagworten wie.... in Bewohner hineinversetzen, mit Rollenspielen die Bewohnersicht verstehen, Bewegungsgestaltung, " personzentrierte Haltung". Was ist dies für ein Begriff ?? Dies ist ein erneuter untauglicher Versuch die " praktischen Probleme" in der Pflege, die oft im skandalösen Mangel an qualifizierten Pflegefachkräften ( examinierten Krankenschwestern ) begründet sind, hinter Pseudogehabe zu verstecken. Konkretes, nicht konstruiertes Beispiel. Wenn eine Nachtschwester ( 25 Jahre praktische Erfahrung als examinierte Krankenschwester ) in einem Pflegestift, mit 2 weitläufigen Etagen, im Nachtdienst komplett alleine gelassen wird ist dies ein himmelschreiender Skandal. Auf der einen Etage ist gerade eine Seniorin verstorben. Auf der anderen Etage geht der examinierten Krankenschwester gerade ein dementer zu Pflegender mit 135 kg Lebendgewicht an die Wäsche. In solchen Situationen helfen KEINERLEI flotten Sprüche, von wegen Rollenspiele etc. Frau Jungschat-Geer ist entweder eine Ignorantin, oder total unfähig, die Pflegerealität in der rauen Pflegewirklichkeit schlichtweg zu erfassen. Was sollen da Begriffe wie Bewegungsgestaltung, personzentrierte Haltung etc. Die vielen tausend, i.d.R. höchst verantwortlich handelnden qualifizierten Pflegekräfte in Deutschland werden durch solche "un" frommen Sprüche verhöhnt. Die deutsche Wohlfühlgesellschaft sollte endlich einmal zur Kenntnis nehmen was hunderttausende von qualifizierte Pflegekräfte in Deutschland täglich, und in den langen Nächten, an Schwerstarbeit leisten. Wo bleiben die Auszeichnungen ( Bundesverdienstkreuz ) für deutsche qualifizierte Pflegekräfte ??? Wo bleibt endlich die seit Jahrzehnten überfällige öffentliche Anerkennung ? wo ? Angehörige von zu Pflegenden verlagern z.T. die persönliche Verantwortung gerne auf die total überarbeiteten Pflegekräfte. Wo bleibt der Dank und die Anerkennung der Angehörigen von zu Pflegenden ?

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