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21. Nov 2017 | News

Niedrigschwellig aktivieren im Advent

Die Vorweihnachtszeit bietet viele Aktivierungsmöglichkeiten, insbesondere auch niedrigschwellige, die die Sinne ansprechen. Einige davon stellt Aktivieren-Autorin Maria Metzger in der Novemberausgabe der Zeitschrift vor.

Der Duft von Weihnachtsgebäck stimuliert die Sinne – ein wichtiger Aspekt in der Betreuung demenzbetroffener Menschen.Foto: Fotolia/ArVis

Gerade bei an Demenz erkrankten Teilnehmern sind laut Metzger weihnachtliche Gegenstände, die sie befühlen und betasten können oder Düfte wie Zimt oder Anis besonders effektiv. "Das weckt Erinnerungen", weiß die Autorin, "auch wenn verbal keine Kommunikation mehr möglich ist." So rät Metzger Betreuenden, die körperlichen Reaktionen der Bewohner, wie Muskelspannung, Gestik und Mimik besonders gut zu beobachten, um zu erkennen, ob sich der alte Mensch wohlfühlt.

Auch mit Orangen im Demenzbereich hat die Fachbuchautorin, die auch als Dozentin bei verschiedenen Trägern in der Altenhilfe tätig ist, gute Erfahrungen gemacht: Das Befühlen einer Orange und die ätherischen Fruchtöle brachten eine schon ziemlich stark von Demenz beeinträchtigte Dame dazu zu erzählen, wie die Frucht für sie als Kind einmal ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk war.

Mehr Anregungen für Betreuungsangebote im Advent finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar!

Tipp: Maria Metzger ist Autorin, unter anderem von Aktivierungsblitz I, Gesprächsimpulse, vom Sprichwortwürfel und den Fantasiereisen I und II.

Essen als basale Stimulation

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Essen als basale Stimulation

Essen ist weit mehr als Selbsterhaltung durch Nahrungsaufnahme. Auch die Lust am Geschmack, am Duft, am Leben gehört dazu. Es fördert das Zusammenleben in der Gemeinschaft, strukturiert den Tagesablauf, liefert Gesprächsstoff und weckt Erinnerungen. Doch gerade bei Demenzkranken ist Esskultur ein selten diskutiertes Thema. Wie sich auch die Ernährung von demenziell Erkrankten durch unkonventionelle Ideen erlebnisreicher und genussvoller gestalten lässt, zeigt Markus Biedermann, Experte für die Entwicklung von Verpflegungskonzepten in Altenheimen. Der theoretische Teil des Buches behandelt Aspekte der senilen Demenz, Malnutrition, Riech- und Schmeckstörungen, beschreibt das Essen reichen, die Trinkkultur sowie Fingerfood. Im praktischen Teil erläutert der Autor anhand von Untersuchungen die Umsetzung vom Kochen am Bett, Fingerfood und Eat by Walking. Gleich zum Ausprobieren mit verschiedenen Rezepten, einem Fragebogen zur Essbiographie und Beobachtungsbögen, die sich gut in der Praxis einsetzen lassen.

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