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31. Jan 2019 | News

Paritätischer hofft auf Rückkehrer in den Beruf

Der Landesverband Thüringen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sorgt sich um die Zukunft der Altenpflege in dem ostdeutschen Bundesland. Um die Personalnot zu lindern, plädiert Rolf Höfert als thüringischer Landesvorsitzender des Verbandes für verstärkte Versuche, aus ihrem Beruf abgewanderte Fachkräfte zurückzugewinnen.

"Mitarbeiter binden ist besser als Mitarbeiter finden": Rolf Höfert, Vorsitzender des Landesverbandes Thüringen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.Foto: Der Paritätische Thüringen

Aus seiner Sicht ist das vor allem eine Frage der Rahmenbedingungen – von der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis hin zu höherer Vergütung. Nur dann würden sich junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege begeistern und dort auch bleiben. "Mitarbeiter binden ist besser als Mitarbeiter finden", so Höfert. Zurzeit arbeiten in Thüringen rund 32 000 Menschen in bzw. bei rund 950 Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten, zwei Drittel von ihnen in Teilzeit..

Als wichtigster Grund für die Personalnöte in Thüringen gilt die im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich geringere Bezahlung der Pflegekräfte. Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vom vergangenen Jahr (wir berichteten) hatte ergeben, dass das monatliche Bruttogehalt von Pflegefachkräften in Thüringen etwa 386 Euro unter dem im benachbarten Hessen liegt und gar 630 Euro unter dem im nahe gelegenen Bayern.

Zudem hatte eine ausschließlich auf die Altenpflege bezogene Studie der Landesregierung in Erfurt vor einigen Jahren ergeben, dass in Thüringen weniger als sieben Prozent der Anbieter Tariflöhne für Pflegebeschäftigte zahlen. Das Landessozialministerium hat nach eigenen Angaben aktuell keinen Überblick darüber, ob es in der Zwischenzeit mehr geworden sind.

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