Created with Sketch.

17. Nov 2020 | News

Patientenschützer rufen nach täglichen Corona-Schnelltests in der Pflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die vom Bund zugesagten günstigen Schutzmasken für Corona-Risikogruppen im Winter begrüßt, fordert aber außerdem für die Pflege tägliche Antigen-Schnelltests von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegekräften. Zu klären sei, wer dies bezahle und personell unterstütze.

"Das Coronavirus muss gestoppt werden, bevor die vier Millionen Menschen in der ambulanten und stationären Pflege infiziert werden": Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Foto: Deutsche Stiftung Patientenschutz

Für mehr als 18 Millionen Menschen sei das Angebot hochwertiger FFP2-Masken hilfreich, sagte Stiftungs-Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Im Gegensatz zum Frühjahr bestehe in der Pflege aber kaum Mangel an Mund-Nasen-Schutz. "Was jedoch fehlt, sind Schnelltests", so Brysch.

Ältere Menschen und chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für schwere Corona-Verläufe sollen für den Winter insgesamt 15 FFP2-Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können. Die Kosten übernimmt der Bund, wie nach Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Bundesländer am 16. November mitgeteilt wurde. Eine bereits seit Mitte Oktober geltende Verordnung ermöglicht, dass neue Schnelltests in Kliniken und der Pflege auf breiter Front kommen. In Pflegeheimen sind bis zu 20 Tests im Monat pro Bewohner auf Kassenkosten möglich.

Brysch sagte, das Coronavirus müsse gestoppt werden, bevor die vier Millionen Menschen in der ambulanten und stationären Pflege infiziert würden. Die Krankheitsverläufe seien dort schwerer, die Sterberate sei hoch. Klassische PCR-Tests hätten aber Grenzen, und es dauere zu lange, bis Ergebnisse vorliegen. Quarantäneregelungen verschärften zudem die Personalsituation.

Pflegerische Versorgung bei COVID-19

Bücher

Pflegerische Versorgung bei COVID-19

Die Corona-Pandemie stellt Pflegeeinrichtungen vor große Herausforderungen. Die zentrale Frage: Wie sind Pflegebedürftige und Pflegekräfte in stationärer und ambulanter Langzeitpflege zu schützen? Fundierte Antworten finden PDL und Pflegekräfte in diesem Praxishandbuch. Kurz und knapp mit vielen Leitfäden, Checklisten und Ablaufdiagrammen. Die Themenpalette reicht vom Basis-Wissen der Pandemie-Planung bis zum Krisen- und Quarantänemanagement während eines COVID-19 Ausbruchs. Das Autorenteam berichtet aus der Beratungspraxis. Es bringt auf den Punkt, welche Maßnahmenoptionen bei betroffenen und nicht-betroffenen Einrichtungen umgesetzt wurden. Profitieren auch Sie von diesen praktischen Erfahrungen. Mit den Themen: Das 1 x 1 des Pandemie-Wissens; Pflegerische Versorgung vor Ausbruch und bei Verdacht einer COVID-19 Infektion; Pflegerische Versorgung bei COVID-19 Ausbruch; Dokumente und Verfahrensanweisungen

Tags

Das könnte Sie auch interessieren!

3 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login

Unbekannter Nutzer

19. Nov 2020

Erst hieß es: "Dokumentiert mehr...pflegt weniger" für die Pflegefachkräfte. Dann hieß es von den Patientenschützern: "Es muss mehr Zeit für die Pflegebedürftigen sein!" Jetzt heißt es: "Es müssen alle mehr getestet werden...vergesst die Pflegebedürftigen! Hauptsache ihr testet alle möglichst oft!" Euer Ernst???

Unbekannter Nutzer

19. Nov 2020

Frau Becker hat das mehr als treffend beschrieben

Unbekannter Nutzer

18. Nov 2020

Wir alle würden es begrüßen, wenn wir durch tägliche Testungen mehr Sicherheit und dadurch mehr Möglichkeiten für unsere Bewohner schaffen könnten. Fakt ist aber, dass hierfür rein rechnerisch 1-2 VK notwendig wären, um dies personell stemmen zu können. Von der Finanzierung will ich gar nicht reden. Da Fachkräfte in der Pflege eh "Mangelware" sind, gestaltet sich das Testkonzept in der Form äußert schwierig. Aktuell sehe ich weniger die Beschaffung als das Grundproblem, da der Markt gerade überschwemmt wird. Des Weiteren ist fraglich, ob das Tragen einer FFP2-Maske bereits gesundheitlich eingeschränkter Bewohner sinnvoll und von diesen überhaupt gewünscht ist. Hinzu kommt noch die Frage, ob sich unsere Bewohner täglich testen lassen wollen?! Würden Sie sich jeden Tag auf ein Neues das Teststäbchen in den Rachen und die Nase schieben lassen wollen?

Unbekannter Nutzer

19. Nov 2020

Dem ist nicht mehr hinzuzufühen !!!!

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok