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23. Jul 2018 | News

Pflegeberufen droht die Überalterung

40 Prozent der 21.450 registrierten Mitglieder der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein sind jenseits des 50. Lebensjahrs und werden in den nächsten zehn bis zwölf Jahren in den Ruhestand gehen. Auf diese Entwicklung hat jetzt die schleswig-holsteinische Kammerpräsidentin Patricia Drube aufmerksam gemacht. 

Die Pflege im hohen Norden steht möglicherweise vor dramatischen Entwicklungen, meint Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.Foto: Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein

In diesem Szenario seien "die noch nicht registrierten beruflich Pflegenden sowie der Anteil an Pflegeassistenzberufen (...) in Höhe von ca. 50 Prozent der Stellen in der stationären Langzeitpflege" noch nicht berücksichtigt, schreibt Drube in der Erklärung "Zur Lage der Pflegeberufe" der in Neumünster beheimateten Landespflegekammer. Auch hier bestehe also ein "erheblicher, noch nicht bezifferbarer Nachwuchsbedarf".

Habe man zudem Prognosen der Bertelsmann Stiftung im Hinterkopf, nach denen für Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2030 von einem Wachstum der Pflegebedürftigen von 53,8 Prozent und einem Mehrbedarf von ca. 15.000 Stellen ausgegangen werden müsse, so ergebe sich ein Gesamtbild, das "die in den Medien vorherrschenden Szenarien perspektivisch nicht nur untermauert, sondern sogar noch verstärkt". Patricia Drube: "Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Versorgungssituation in Schleswig-Holstein qualitativ als auch quantitativ dramatische Entwicklungen nehmen könnte, sofern ungenügende Anstrengungen unternommen werden, die Rahmenbedingungen der beruflichen Pflege umgehend zu verbessern."

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