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04. Nov 2019 | News

"Pflegefachpersonen und Angehörige können sich gegenseitig entlasten"

Martin Moritz, Geschäftsführer der gemeinnützigen Einrichtung "Die Angehörigenschule" in Hamburg, hat im Rahmen eines Workshops auf dem 17. Gesundheitspflege-Kongress in Hamburg über das Spannungsfeld zwischen professionell Pflegenden und Angehörigen gesprochen. Er sagt: Beide Seiten seien füreinander eine wichtige Ressource.

Martin Moritz schult und berät Angehörige von PflegebedürftigenFoto: Toni Hoffmann

Moritz' Erfahrung habe gezeigt, dass Angehörige die pflegebedürftige Person oftmals in den Mittelpunkt stellen und dabei das eigene Wohlbefinden vernachlässigen. Infolge dessen seien sie häufig überlastet. Hinzu käme, dass bestimmte Prozesse, zum Beispiel das Beantragen von Hilfsmitteln, mitunter so zäh verlaufen, dass sie ihr Vertrauen in das Gesundheitssystem verlieren.

Auf der anderen Seite seien aber auch die Pflegefachpersonen angespannt: Durch die hohe Arbeitsbelastung im Pflegeberuf könne das Gefühl entstehen, dass die Angehörigen pflegerische Abläufe stören. Dadurch blieben sie häufig eine ungenutzte Ressource, sagt Moritz.

Es sei wichtig, dass Pflegefachpersonen sich Zeit für die Angehörigen nehmen, Verständnis für sie aufbringen und positiv auf sie reagieren. Sie könnten die Angehörigen entlasten, indem sie über Leistungen der Pflegeversicherung informieren und Transparenz in Bezug auf die eigene Arbeit schaffen. Zudem sei es hilfreich, die Angehörigen in den Pflegeprozess zu involvieren, um die Beziehung zu ihnen zu stärken und den Stress auf beiden Seiten durch eine gute Zusammenarbeit zu reduzieren.

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