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14. Aug 2018 | News

Pflegeforscher kritisiert Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte

Der Bremer Gesundheitsökonom und Pflegeforscher Heinz Rothgang sieht Pläne der Bundesregierung zur Anwerbung südosteuropäischer Pflegefachkräfte kritisch. "Damit verlagern wir das Grundproblem ins Ausland, denn überall in Europa gibt es einen Pflegefachkräftemangel", sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Ist, was die Pläne der Bundesregierung zur Anwerbung südosteuropäischer Pflegefachkräfte angeht, skeptisch: Pflegeforscher Heinz Rothgang von der Universität Bremen.Foto: David Aussenhofer

Natürlich könne die Abwerbung von pflegerischen Fachkräften aus Südosteuropa den Einrichtungen in Deutschland kurzfristig helfen, sagte der Professor der Universität Bremen, dessen Forschungsschwerpunkt "Ungleichheit und Sozialpolitik" ist. Allerdings lasse Deutschland auf diese Weise andere Länder die Ausbildungskosten tragen und werbe einfach nur ab: "Das ist, was die innereuropäische Solidarität angeht, sicherlich problematisch."

Seiner Ansicht nach wäre es zumindest überlegenswert, ob und inwieweit sich Deutschland im Rahmen von EU-Maßnahmen an den Ausbildungskosten in den betroffenen Ländern beteiligen könnte. Überdies stelle sich konkret die Frage, wie viele ausländische Arbeitskräfte mit den entsprechenden Sprachkenntnissen wirklich kommen wollten und kurzfristig mobilisierbar wären. "Es reicht ja nicht, wenn Fachkräfte zwar wissen, wie Pflege geht, aber nicht in Kontakt mit den häufig alten und dementen Menschen treten können", so Rothgang. Sprachliche und fachliche Anforderungen müssten hochgehalten werden.

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