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08. Okt 2018 | News

Pflegende wünschen sich mehr Eigenverantwortung

88 Prozent der Pflegekräfte wünschen sich im Job ein eigenverantwortlicheres Arbeiten. Und 78 Prozent geben an, dass sie ihre fachspezifischen Kompetenzen im Berufsalltag nicht genügend anwenden können. Das sind zentrale Ergebnisse der Online-Umfrage "Ich und die Pflege – die Pflege und ich". 2.800 Pflegekräfte hatten daran teilgenommen.

Zentrales Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage: 88 Prozent der befragten Pflegekräfte wünschen sich mehr Eigenverantwortung im Beruf.Grafik: curassist

In der Umfrage meinten zudem 87 Prozent der Teilnehmer, dass es im Pflegeberuf mehr Alternativen zu den üblichen Wechselschichten geben müsse – besonders für Pflegekräfte mit Kindern seien diese häufig ein Problem. Umfrage-Initiator Thomas Müller von der curassist GmbH aus Koblenz wertet all diese Zahlen als Zeichen dafür, wie wichtig Pflegekräften Veränderungen in ihrem Beruf seien: "Der Pflegeberuf muss sich weiterentwickeln."

Zugleich waren durchschnittlich 37 Prozent der Meinung, dass freiberufliche Tätigkeit in der Pflege nicht möglich sei – in welchem Bereich und Setting auch immer. Ein Trugschluss, wie Müller etwa am Beispiel einer unabhängigen Einzelpflegefachkraft erläutert, die eigene Patienten ambulant versorgt: "Die Arbeit als Einzelpflegefachkraft ist sogar gesetzlich im SGB V und auch im SGB XI geregelt."

Dass so wenige Pflegekräfte die Variante Selbstständigkeit für realistisch halten,empört den curassist-Geschäftsführer. "In Deutschland wird das den Pflegekräften aber auch schwer gemacht", so Müller, der selbst Altenpfleger ist, "während Handwerker sich schon seit 100 Jahren freiberuflich machen können und Hebammen seit 1936 mit den Kassen abrechnen, weigern sich Krankenkassen und Landesverbände bis heute immer wieder, dasselbe Recht auch bei Pflegekräften anzuerkennen – obwohl es gesetzlich verankert ist!"

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