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25. Apr 2018 | News

Pflegenotstand konkret: Es fehlen 25.000 Fach- und 10.000 Hilfskräfte

In der Altenpflege waren in Deutschland im vergangenen Jahr 14.785 Stellen nicht besetzt, in der Krankenpflege waren es im gleichen Zeitraum 10 814. Zudem fehlten in den beiden pflegerischen Bereichen rund 10 000 Hilfskräfte. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hervor.

"Der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte ist wie leer gefegt": Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Fraktion der Grünen im Deutschen Bundestag.Foto: Harry Weber

"Wir stehen in der Pflege vor einer echten Fachkräftekrise", sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), "die kleinteiligen Maßnahmen der großen Koalition in den letzten Jahren bleiben wirkungslos, der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte ist wie leer gefegt." Erneut forderte die Grünen-Funktionärin ein umfassendes Pflege-Sofortprogramm mit je 25.000 zusätzlichen Pflegefachkraftstellen für die Alten- und Krankenpflege, um die vakanten Pflegestellen schnellstmöglich zu besetzen und die Personalsituation insgesamt zu entlasten (wir berichteten im Januar).

Die Antwort des Bundesgesundheitsministerium auf die Grünen-Anfrage ergab zudem, dass der Mangel an altenpflegerischen Fachkräften in den 16 Bundesländern unterschiedlich groß ist. Demnach kommen etwa in Berlin auf 100 offene Stellen in der Altenpflege 43 arbeitslose Fachkräfte, in Nordrhein-Westfalen 34, in Hamburg 31, in Sachsen-Anhalt 27, in Niedersachsen 15, in Bayern und Thüringen je 14 und in Rheinland-Pfalz und Sachsen nur 13. Im bundesweiten Durchschnitt sind es 21.

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1 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

26. Apr 2018

Denkt man in der Regierung evtl. so??? Alte, gehandicapte, pflegebedürftige Menschen bringen der Gesellschaft nichts und kosten außerdem noch eine Masse Geld! Warum sollte man (aus Sicht der Politik) die Bedingungen für die Pflegekräfte (und somit auch für die Pflegebedürftigen) verbessern? Ergebnis wäre doch dann, dass evtl. mehr Menschen in den Pflegeberuf gehen, also die Bedürftigen besser versorgt werden, somit auch länger leben und dementsprechend aber auch (leider) länger Geld kosten... Und da das Geld scheinbar mit das Wichtigste für die Politik ist, wird man an den Bedigungen so schnell nichts spürbar ändern, also auch den Fachkräftemangel nicht beheben! Die deutschen Pflegekräfte empfinden die Arbeitsbedigungen und die Bezahlung zu schlecht??? Na dann kümmern wir uns mal um ein paar ausländische Pflegekräfte... Mit denen kann man´s ja machen! Die Bundesregierung sollte die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung attraktiver gestalten und sich nicht die passenden Arbeitskräfte passend zur jetzigen Situation suchen! Hinter diesem erbärmlichen Versuch ausländische Pflegekräfte in den deutschen (Pflege-)Markt zu bringen, steckt aus meiner Sicht nichts anderes als Lohndumping, Ausbeuterei und Nichtanerkennung guter professioneller Arbeit!

Unbekannter Nutzer

26. Apr 2018

genau!

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