Created with Sketch.

27. Jun 2018 | News

Pflegewissenschaftlerinnen distanzieren sich von Änderungen

Ingrid Darmann-Finck und Sabine Muths, Pflegeexpertinnen vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, haben die aktuellen Änderungen in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) für die Pflegeberufe scharf kritisiert und sich von ihnen distanziert.

Haben die aktuellen Änderungen in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe scharf kritisiert: die Bremer Pflegewissenschaftlerinnen Sabine Muths und Ingrid Darmann-Finck (von links).Fotos: IPP

Die Veränderungen seien von "substanzieller Bedeutung", dürften "erhebliche negative Auswirkungen auf die Ausbildung in der Altenpflege" haben und somit auch auf die "pflegerische Versorgung von alten Menschen", so die beiden Expertinnen. So seien in den Veränderungen, die das Ministerium gegenüber dem ursprünglichen Referentenentwurf vorgenommen habe, Kompetenzen wie die Erschließung und Nutzung pflegewissenschaftlicher Theorien "ersatzlos gestrichen" und beispielsweise kommunikative Kompetenzen in ihrem Niveau deutlich abgesenkt worden.

"Die in der vom Kabinett beschlossenen Anlage 4 der PflAPrV aufgeführten Kompetenzen entsprechen nicht mehr ausreichend den Versorgungsanforderungen in der Altenpflege, wodurch auch die Qualität der pflegerischen Versorgung von alten und hochaltrigen Menschen gefährdet ist", warnen Darmann-Finck (Professorin für Pflegewissenschaft am IPP) und Muths (wissenschaftliche Mitarbeiterin am IPP) in ihrer an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gerichteten offiziellen Stellungnahme.

Die beiden Pflegewissenschaftlerinnen, deren Spezialgebiet "Qualifikations- und Curriculumforschung" ist, sind seit über zweieinhalb Jahren beratend für das Bundesgesundheitsministerium (BMG) tätig und waren in dieser Funktion unter anderem in die Erstellung der nun vorgelegten Ausbildungs- und Prüfungsverordnung involviert. An den nun von Verbänden und Organisationen vielfach und scharf kritisierten Änderungen (wir berichteten am 25. Juni), die langfristig eine Benachteiligung der Altenpflege und eine Degradierung zu einem besseren Helferberuf befürchten lassen, seien sie als Expertinnen nicht beteiligt gewesen.

Spielen in der Ausbildung

Downloads

Spielen in der Ausbildung

Auszubildende in der Pflege müssen vieles lernen. Von Pflegeprozessen bis zu Krankheitsbildern. Beim Lernen und Erfassen des Stoffes unterstützen die „Spiele für die Ausbildung“. Mit acht verschiedenen Spielen lässt sich das Pflege-Know-how ganz spielerisch vertiefen und trainieren. So macht das gemeinsame Lernen zur Prüfungsvorbereitung, im Unterricht oder in der privaten Azubi-Runde gleich viel mehr Spaß. Also, auf geht’s zur ersten Runde „Pflegepoker“ oder der Domino-Partie zum Thema Parkinsonsyndrom. Die Spielevorlagen (PDF-Dateien) lassen sich schnell herunterladen. Sie sind ideal für Lehrende wie Lernende.

Tags

Das könnte Sie auch interessieren!

0 Kommentare

Sie sind aktuell nicht eingeloggt.

Um einen Kommentar zu verfassen, melden Sie ich bitte an.

Login
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok