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28. Aug 2018 | News

Polymedikation verschärft Ernährungsdefizite

Viele ältere Menschen nehmen bereits eine unzureichende Menge an Vitaminen und Mineralstoffen über die Nahrung auf. Wenn dann noch Mikronährstoffe über die Medikamente entzogen werden, kann es zu Mangelerscheinungen kommen.

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, welche Wechselwirkungen zwischen der Einnahme zahlreicher Medikamente und der Nährstoffversorgung bestehen. Nur so lässt sich mit der Gabe von Vitaminen und Mikronährstoffen gegensteuern.Foto: Werner Krüper

Resultierende Verstimmungen, Antriebslosigkeit, Muskelschwäche und Müdigkeit müssten somit nicht als "unabwendbare Alterserscheinung" hingenommen werden, schreibt Dagmar Heilhecker-Hoff, Fachkraft Ernährungsmedizin, in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Pflegefachkräfte, die die Zusammenhänge von Medikamentengabe, Nährstoffdefiziten und Symptomen erkennen, können laut der Gesundheitspädagogin mit der Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen aktiv etwas für das Wohlbefinden der Betroffenen tun.

Medikamente zur Förderung des Schlafes entziehen dem Körper beispielsweise das wichtige Vitamin C. Dies kann dann zu Reizbarkeit des Bewohners und Schwäche der Skelettmuskulatur führen, was Stürze befördert.

Zahlreiche ältere Menschen leiden unter einer Herzschwäche, Bluthochdruck und zunehmender Muskelschwäche. Dies sind laut Heilhecker-Hoff sichtbare Symptome für einen Mangel des Coenzyms Q10. Viele Bewohner erhalten zudem bis zu drei verschiedene Bluthochdruckmedikamente, die an verschiedenen Stellen im Körper wirken sollen. Aber sie blockierten damit auch die schützende Wirkung des Coenzyms, so die Expertin, das bis zum 30. Lebensjahr ausreichend im Körper vorhanden sei. "Würde man täglich eine Tablette Coenzym Q10 einnehmen, könnte man diese Nebenwirkungen reduzieren", empfiehlt die Fachkraft für Ernährungsmedizin.

Weitere Beispiele unerwünschter Auswirkungen von Polymedikation auf den Nährstoffhaushalt schildert Dagmar Heilhecker-Hoff in der aktuellen Altenpflege und gibt Tipps, wie Pflegende gegensteuern können.

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