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13. Mrz 2020 | News

Reimann: „Notfallbetreuung nutzen, zur Arbeit gehen“

Die meisten Bundesländer haben inzwischen die Schließung von Schulen und Kindergärten beschlossen. Häufig sollen Notfallbetreuungen dafür sorgen, dass Infrastruktur und Versorgung weiter funktionieren.

Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann: "Wir brauchen Sie! Wir brauchen Sie gerade jetzt mehr denn je!" Foto: Tom Figiel

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus werden die meisten Schulen und Kitas in Deutschland ab der kommenden Woche geschlossen. Bis Freitagnachmittag kündigten 13 Bundesländer flächendeckende Schließungen an: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.
Für Kinder von Beschäftigen aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge ist häufig eine Notbetreuung geplant.
Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann sagte, man habe sich die Entscheidung zu Schulschließungen nicht leicht gemacht: "Wir appellieren an alle in unseren Krankenhäusern, Arztpraxen, in Alten- und Pflegeheimen, aber auch beispielsweise bei der Feuerwehr und Polizei: Nutzen Sie die vorhandene Notfallbetreuung für Ihre Kinder und gehen Sie weiter zur Arbeit. Wir brauchen Sie! Wir brauchen Sie gerade jetzt mehr denn je!"
Auch in Bayern sind ab Montag alle Schulen, Kindergärten und Kitas geschlossen. Für Kinder bis zur 6. Klasse werde es eine Notbetreuung geben, wenn beide Eltern "in systemkritischem Berufen tätig sind", sagte Kultusminister Michael Piazolo. Die Einteilung der Schüler und der Lehrer nehme die Schulleitung vor. Weil gerade alte Menschen zur Hauptrisikogruppe zählen, sollten Kinder nicht von den Großeltern betreut werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder.
Baden-Württemberg will nach den flächendeckenden Schulschließungen ebenfalls die Betreuung von Kindern sicherstellen. Kultusministerin Susanne Eisenmann sagte am Freitag in Stuttgart, dass es eine Notfallbetreuung geben solle, wenn beide Elternteile zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur benötigt würden. (mit dpa)

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