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13. Nov 2020 | News

Rothgang-Gutachten: Die Gemüter sind gespalten

Das Rothgang-Gutachten sorgte bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Deutschen Pflegetags 2020 für Zündstoff. Dass es einen erheblichen Mehrbedarf an Pflegenden gibt, ist zwar unumstritten. Streitpunkt bleibt allerdings das Verhältnis von Fach- und Hilfskräften.

Heinz Rothgang hat in einer Studie einen Mehrbedarf von 120 000 Pflegekräften ermittelt.

Foto: David Ausserhofer

Laut Rothgang weist der Assistenzbereich die größten Lücken auf. Sein Fazit stößt aber auch auf Gegenwind. "Ich bin der Ansicht, dass das, was gemessen wurde, ein sehr reduziertes Pflegeverständnis wiedergibt", so Sabine Bartholomeyczik von der Uni Witten/Herdecke. Es seien hauptsächlich körperorientierte Tätigkeiten gemessen worden. Die pflegerische Arbeit sei aber viel komplexer als im Gutachten dargestellt. Die Schlussfolgerung, dass vor allem Assistenzkräfte benötigt würden, sei deshalb problematisch.

Das mahnte auch Patricia Drube von der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein an. "Unsere Hoffnung, die wir in einen anderen Begriff von Pflegebedürftigkeit gesetzt haben, war, dass Pflegende eben nicht nur ‚ausführende Handwerker‘ sind, sondern sich auch wieder Zeit nehmen können, einen Prozess zu gestalten und zu reflektieren", so die Kammerpräsidentin. Drube sieht dieses Pflegeverständnis, das kompetente Fachkräfte voraussetzt, im PeBeM nicht berücksichtigt.

Die Bedenken seien insofern richtig, räumte Rothgang ein, dass seine Beobachtungsstudie vorrangig Handlungssituationen untersucht habe. "Wir haben aber bei den Beschreibungen der Interventionen sehr viele Teilschritte hinterlegt, die vom neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ausgegangen sind." Außerdem bezeichne der Begriff "Pflegeassistent" nicht vorrangig ungelernte Mitarbeiter, sondern vor allem Pflegende mit einer ein- bis zweijährigen Ausbildung. Man müsse das nun modellhaft in einigen Pflegeeinrichtungen testen. Auch das steht schon in Aussicht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte in seiner Rede auf dem Deutschen Pflegetag 2020 eine baldige Umsetzung des PeBeM an.

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