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23. Jan 2017 | News

Rüddel: "Generalistik in einem Bundesland erproben!"

Die Generalistik in einem Bundesland ausprobieren und aus den dort gemachten Erfahrungen Schlüsse für die Zukunft ziehen: diese Idee hat Erwin Rüddel, pflegepolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, im Interview mit der "Ärzte Zeitung" vorgestellt.

"Ich halte es für denkbar, das Konzept des derzeitigen Gesetzentwurfs in einem Bundesland zu erproben": Erwin Rüddel, pflegepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.Foto: Archiv

"Ich halte es für denkbar, das Konzept des derzeitigen Gesetzentwurfs in einem Bundesland zu erproben", so Rüddel wörtlich, "Risiko und Kosten blieben überschaubar. Und man könnte in einigen Jahren evaluieren, ob sich die Ausbildungszahlen und das Lohnniveau in der Pflege in diesem Bundesland tatsächlich erhöht haben." Sollte das so sein, könnte das Modell Rüddel zufolge "innerhalb kurzer Frist auf ganz Deutschland ausgedehnt" werden. Alternativ könne er sich auch eine "integrierte Ausbildung" vorstellen, "die zwei Jahre gemeinsames Lernen und im dritten Jahr auf die drei Berufe ausgerichtetes spezialisiertes Lernen beinhaltet."

Rüddel reagiert mit seinem Vorschlag auf die immer unübersichtlicher werdende Situation rund um die Reform der Pflegeberufe. Die SPD-Bundestagsfraktion ist geschlossen für die Pläne einer generalistischen Pflegeausbildung und damit für die Zusammenführung der bisher getrennten Ausbildungen in der Alten-, der Kranken- und der Kinderkrankenpflege. Die CDU/CSU-Abgeordneten sind in zwei Lager gespalten (wir berichteten unter "Generalistik: Die CDU ist weiter uneins") – die Befürworter scharen sich um Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, die Spektiker um Rüddel und seinen Kollegen Erich Irlstorfer, Berichterstatter für Pflegeberufe in seiner Fraktion

Um die Kuh vom Eis zu bekommen, hatten in den letzten Wochen bereits GKV-Vorstand Gernot Kiefer (wir berichteten unter "Pflegeausbildung: Kassen machen Kompromissvorschlag") sowie die SPD-Parlamentarierin Bettina Müller (wir berichteten unter "Neuer Kompromissvorschlag in der Generalistik-Debatte") eigene Vorschläge zur Einigung vorgelegt.

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

27. Jan 2017

Aus dem Pflegebrief: Nachricht der Woche: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte bei einem Pflegekongress in Berlin vor Pflegekräften, dass sie sich trotz des „massiven Widerstands" einiger Kritiker weiter dafür einsetzen werde, dass das Pflegeberufegesetz verabschiedet wird. „Diese Ausbildung wird auch den Beruf des Altenpflegers aufwerten“, so die Ministerin. Und: „Die Politik muss Farbe bekennen: Ja, das Gesetz zur generalistischen Ausbildung wird dazu führen, dass wir die Altenpflege besser bezahlen müssen!" Das Thema Generalistik soll nun im Koalitionsausschuss behandelt werden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". "Wir waren sehr nahe an einem Abschluss", zitiert die Zeitung den Fraktionsvize der Union, Georg Nüßlein (CSU). Nüßlein wirft Schwesig vor, einen Kompromiss verhindert zu haben. Hallo, " trotz des massiven Wiederstands....., der Beruf des Altenpflegers aufwerten...., die Gesetzesänderung wird dazu führen das die Altenpflege besser bezahlt wird...., Die kommen doch heute noch nicht mit dem Geld zurecht und dann das?? Ich mach Altenpflege, warum?, weil ich es kann, und das schon seit 35 Jahren. Und wenn ich bedenke was ich in dieser Zeit schon alles gehört habe was sich ändern und bessern wird ......... Wie traurig ist das denn.

Unbekannter Nutzer

27. Jan 2017

Wie Geil ist das denn? Erst kommt der Vorschlag wir probieren mal für ein paar Jahre und schauen dann wie es war. Jetzt machen wir es erst mal nur in einem Bundesland, und schauen dann. Achtung ich setz noch einen drauf. Wir Probieren es erst mal nur in ein paar Einrichtungen, da sind die Kosten noch überschaubarer. Es ist das Allerletze was sich hier alles so ausgedacht wird. Wo sind die Berufsverbände. Wo ist die Pflegekammer. Vor allen diese. Wer hat wen gefragt ob das überhaupt gewünscht wird. Egal wen ich Frage ich habe noch keinen aus diesen 3 Berufsgruppen gehört der das will. Was soll der Quatsch. Verbessert endlich die Situationen in diesen Berufen, bevor überhaupt etwas geändert wird.

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