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21. Mai 2019 | News

So holen Sie die Welt ans Bett

Wer dauerhaft bettlägerig ist, dem mangelt es massiv an Außenreizen, Abwechslung und Kontakten. Um so wichtiger ist es, dass Betreuungsteams gezielt Reize setzen, die Monotonie durchbrechen helfen und soziale Kontakte ermöglichen.

Für immobile Menschen gilt es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ihnen möglich machen, ihre Lebenssituation auszuhalten.Foto: Werner Krüper

Der Aktionsradius bettlebiger Bewohner beschränkt sich auf zwei Quadratmeter. "Sie können nicht mehr dorthin, wo Aktivitäten des täglichen Lebens stattfinden. Doch sie haben die gleichen Bedürfnisse, wie andere auch: nach Essen, Trinken, Schlaf, nach Beständigkeit und Sicherheit und erfüllenden sozialen Beziehungen zu anderen Menschen – unabhängig davon, ob sie ihre Wünsche noch verbal ausdrücken können", so Dr. Andrea Friese, Pädagogin mit langjähriger Erfahrung im Sozialen Dienst, im Interview mit der Redaktion Aktivieren. "Also sollten wir zu ihnen gehen und die Welt in ihr kleines Reich bringen", empfiehlt die renommierte Buch- und Spieleautorin.

Entscheidend sei dabei nicht der zeitliche oder materielle Aufwand, sondern das genaue Hinschauen und Erkennen der Bedürfnisse. Das heiße zum Beispiel, individuell abgestimmte Angebote zur Wahrnehmungsförderung zu entwickeln. Dabei sind laut Friese die Biografie, das im Leben Erlernte und das gegenwärtige Befinden einzubeziehen.

Worauf Betreuende sonst noch achten sollten, und welche Angebote sich eignen, steht in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar.

Tipp: Jetzt bewerben für den AktivierenPreis 2019 - Aktivieren sucht das beste Betreuungskonzept für mehr Lebensqualität bettlebiger Bewohner

Essen als basale Stimulation

Bücher

Essen als basale Stimulation

Essen ist weit mehr als Selbsterhaltung durch Nahrungsaufnahme. Auch die Lust am Geschmack, am Duft, am Leben gehört dazu. Es fördert das Zusammenleben in der Gemeinschaft, strukturiert den Tagesablauf, liefert Gesprächsstoff und weckt Erinnerungen. Doch gerade bei Demenzkranken ist Esskultur ein selten diskutiertes Thema. Wie sich auch die Ernährung von demenziell Erkrankten durch unkonventionelle Ideen erlebnisreicher und genussvoller gestalten lässt, zeigt Markus Biedermann, Experte für die Entwicklung von Verpflegungskonzepten in Altenheimen. Der theoretische Teil des Buches behandelt Aspekte der senilen Demenz, Malnutrition, Riech- und Schmeckstörungen, beschreibt das Essen reichen, die Trinkkultur sowie Fingerfood. Im praktischen Teil erläutert der Autor anhand von Untersuchungen die Umsetzung vom Kochen am Bett, Fingerfood und Eat by Walking. Gleich zum Ausprobieren mit verschiedenen Rezepten, einem Fragebogen zur Essbiographie und Beobachtungsbögen, die sich gut in der Praxis einsetzen lassen.

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