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06. Jun 2018 | News

Studie belegt: Altenpfleger verdienen unterdurchschnittlich

Obwohl Pflegefachkräfte hierzulande händeringend gesucht werden, liegen die Brutto-Stundenlöhne von examinierten Altenpflegekräften mit durchschnittlich 14,24 Euro deutlich niedriger als der Mittelwert für alle Beschäftigten in Deutschland von 16,97 Euro. Darauf weist jetzt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hin.

Eine Studie belegt es: Die Brutto-Stundenlöhne von examinierten Altenpflegekräften liegen mit durchschnittlich 14,24 Euro deutlich niedriger als der Mittelwert für alle Beschäftigten in Deutschland von 16,97 Euro.Foto: vege_Fotolia

Das niedrige Einkommen sei ein zentraler Faktor, der eine Beschäftigung in der Altenpflege und anderen sozialen Dienstleistungsberufen unattraktiv mache, konstatieren die Böckler-Expertinnen Christina Schildmann und Dorothea Voss in ihrer Untersuchung. Weitere Hürden, den Altenpflegeberuf zu ergreifen oder ihm treu zu bleiben, seien körperliche und seelische Überlastung (oft infolge zu schlechter Personalausstattung) und ungünstige Arbeitszeiten (oft am Abend oder am Wochenende). Die Wissenschaftlerinnen der Düsseldorfer Stiftung warnen vor einem "Teufelskreis": Überlastete Beschäftigte würden häufiger krank, stiegen aus dem Beruf aus oder müssten sogar unfreiwillig vorzeitig in den Ruhestand gehen.

Um Sozialberufe wie die Altenpflege aufzuwerten und attraktiver zu machen, brauche es einerseits eine bessere Bezahlung, die nach Einschätzung der Expertinnen über eine "möglichst breite Tarifbindung" angestrebt werden könnte. Andererseits seien – so die Studie – flächendeckende verbindliche Mindest-Personalschlüssel notwendig, wie es sie in anderen Staaten bereits gebe. In Deutschland müssten sich etwa Krankenschwestern im Schnitt um 13 Patienten kümmern, in den Niederlanden dagegen lediglich um sieben und in US-amerikanischen Krankenhäusern sogar nur um 5,3.

Die zentralen Ergebnisse der Studie "Aufwertung von sozialen Dienstleistungen. Warum sie notwendig ist und welche Stolpersteine noch auf dem Weg liegen" der Hans-Böckler-Stiftung sind als kostenloser Download abrufbar.

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4 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

07. Jun 2018

Ich rechne mit gar nichts mehr. Man versucht sich mit Reduzierung auf Teilzeit (z.B.80%) zu "retten" um es bis an die Rente zu schaffen (wenn man dann noch mit dem Geld zurechtkommt). Wenn das rentenalter aber zukzessive hochgesetzt wird und die zu erwartende Rente die Grundsicherung darsellt, kann man sich auch gleich eine Kugel geben ...

Unbekannter Nutzer

07. Jun 2018

Ich rechne mit gar nichts mehr. Man versucht sich mit Reduzierung auf Teilzeit (z.B.80%) zu "retten" um es bis an die Rente zu schaffen (wenn man dann noch mit dem Geld zurechtkommt). Wenn das rentenalter aber zukzessive hochgesetzt wird und die zu erwartende Rente die Grundsicherung darsellt, kann man sich auch gleich eine Kugel geben ...

Unbekannter Nutzer

07. Jun 2018

Seit Jahren immer wieder dieselben Nachrichten. - Wir müssen die Untätigkeit bzw. Wirkungslosigkeit von „Gegenmaßnahmen“ der Politik endlich als Ausdruck des politischen Willens der regierenden Parteien verstehen. Das Ergebnis ist und wird sein, dass wir Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung nicht mehr im notwendigen und gesetzlich verbrieften Maß werden erhalten können, deswegen möglicherweise früher sterben werden. - Wieso sollten wir Bürger für derartige „Versicherungsleistungen“ eigentlich noch bezahlen?

Unbekannter Nutzer

07. Jun 2018

Ihr habt schon jahrelang festgestellt!!! Nun macht doch mal was!!!

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