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02. Aug 2019 | News

Studie: Teilakademisierung als Chance begreifen

Das Thema "Teilakademisierung" könnte neue Impulse gegen den immer dramatischer werdenden Fachkräftemangel in der Altenpflege setzen. Das haben Studierende und WissenschaftlerInnen vom Fachbereich Gesundheitswesen der Hochschule Niederrhein mit Sitz in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) im Rahmen einer umfangreichen Studie herausgefunden.

Lernen sowohl an der Hochschule als auch in der Fachschule und im Pflegeheim: Eine neue Studie schreibt der Teilakademisierung der Pflegeausbildung großes Potenzial zu.Foto: Werner Krüper

Die Untersuchung mit dem Titel "Pflegestudie 2018: Wege aus dem Fachkräftemangel in der stationären Altenpflege" nahm verschiedenste Handlungsoptionen unter die Lupe, die gemeinhin als geeignet gelten, den Fachkräftemangel zu lindern – etwa die Ausbildung im eigenen Unternehmen, die Weiterqualifizierung von Pflegehilfskräften über Fort- und Weiterbildungen zu Pflegefachkräften oder der Einsatz ausländischer Pflegefachkräfte. Im Rahmen einer Online-Befragung von rund 400 personalverantwortlichen Mitarbeitern stationärer Altenpflegeeinrichtungen prüften die AutorInnen die unterschiedlichen Optionen auf ihre Praktikabilität.

Ergebnis: Absolut überzeugend erscheint den Befragten und den Forschern keine der vorgeschlagenen Möglichkeiten. Den effektivsten Weg sehen die Befragten immer noch in der eigenen Ausbildung. Allerdings müssten die Ausbildungsmöglichkeiten deutlich attraktiver werden, so der Tenor. Dazu könne etwa die Teilakademisierung beitragen. "Vor dem Hintergrund der zunehmenden Abiturientenquote unter den Schulabgängern scheint die Teilakademisierung ein Ansatz zu sein", sagt Christian Timmreck, Dekan des Fachbereichs Gesundheitswesen an der Hochschule Niederrhein.

Teilakademisierung bedeutet: Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann ist aufgeteilt auf drei Ausbildungsorte. Den praktischen Teil absolvieren die Azubis wie gewohnt im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Der theoretische Teil ist dann gesplittet – ein Teil der Ausbildung läuft an einer Pflegefachschule, ein anderer an einer Hochschule. Ergänzend zu ihrer Fachschulausbildung in der Pflege werden die Azubis (Mindestvoraussetzung: Fachabitur) an der Hochschule darauf vorbereitet, anwendungsbezogene Inhalte und Methoden, zum Beispiel aus den Bereichen der evidenzbasierten Pflege oder des Prozess- und Qualitätsmanagements, anzuwenden und weiterzuentwickeln.

An der Hochschule Niederrhein selbst gibt es seit einem Jahr den dualen Bachelorstudiengang Pflege, der das Prinzip der Teilakademisierung in der Pflege aufnimmt und große Teile aus der Pflegeausbildung anrechnet.

Spielen in der Ausbildung

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Spielen in der Ausbildung

Auszubildende in der Pflege müssen vieles lernen. Von Pflegeprozessen bis zu Krankheitsbildern. Beim Lernen und Erfassen des Stoffes unterstützen die „Spiele für die Ausbildung“. Mit acht verschiedenen Spielen lässt sich das Pflege-Know-how ganz spielerisch vertiefen und trainieren. So macht das gemeinsame Lernen zur Prüfungsvorbereitung, im Unterricht oder in der privaten Azubi-Runde gleich viel mehr Spaß. Also, auf geht’s zur ersten Runde „Pflegepoker“ oder der Domino-Partie zum Thema Parkinsonsyndrom. Die Spielevorlagen (PDF-Dateien) lassen sich schnell herunterladen. Sie sind ideal für Lehrende wie Lernende.

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