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24. Mai 2019 | News

Verdi macht sich für Alternative zur Pflegekammer stark

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (verdi) will in Niedersachsen eine Alternative zur noch immer umstrittenen Pflegekammer installieren. Ihr schwebt eine "Vereinigung der Pflegenden" nach bayerischem Muster ohne Pflichtbeitrag und ohne Pflichtmitgliedschaft vor, teilte der ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen in Hannover mit.

Würde in Niedersachsen lieber eine Vereinigung der Pflegenden statt einer Pflegekammer etablieren: Detlef Ahting, Leiter des Landesbezirks Niedersachsen-Bremen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (verdi).Foto: verdi-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen

Bei einer "Pflegekammerkonferenz" am vergangenen Wochenende hätten sich Pflegekräfte für eine solche Variante der Interessensvertretung ausgesprochen und die Struktur und die Aufgaben einer solchen Vereinigung skizziert, sagte Landesleiter Detlef Ahting. Die Gewerkschaft werde nun allen Parteien im Landtag sowie dem Sozialministerium das Alternativmodell vorstellen.

Der Leiter des verdi-Landesbezirks Niedersachsen-Bremen forderte, dass alle niedersächsischen Pflegekräfte in einer unabhängigen Vollbefragung zu ihren Vorstellungen befragt werden sollten. Vor allem die Pflichtmitgliedschaft und die hohen Jahresbeiträge waren bereits vor Errichtung der niedersächsischen Pflegekammer 2018 kritisiert worden.

In der als Alternative vorgestellten "Vereinigung" können den Angaben zufolge alle Beschäftigten Mitglied werden, auch die Pflegefachhilfskräfte, die in der jetzigen Kammer nicht erfasst würden. Überdies solle eine Mitgliedschaft von Verbänden möglich sein. Arbeitgeber sollten allerdings ausgeschlossen bleiben, hieß es. Das Alternativmodell soll laut verdi die jeweiligen Stärken der in Deutschland zurzeit vorhandenen Modelle zur Vertretung von Pflegekräften vereinen.

Eine Interessenvertretung nach den Vorstellungen der Gewerkschaft gibt es bisher nur im äußersten Süden – die "Vereinigung der Pflegenden in Bayern" (VdPB). Klassische Pflegekammern bzw. Pflegeberufekammern gibt es bisher in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

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1 Kommentare

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03. Jun 2019

Bravo VERDI macht Vorschläge für demokratische Alternative zu den Zwangspflegekammern ! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- grundsätzlich ist die Initiative von VERDI zur Gründung einer Vereinigung der Pflegenden in Niedersachsen zu begrüßen. Alleine der Hinweis auf die Vereinigung der Pflegenden in Bayern bringt in der Sache jedoch leider NICHT weiter. Realistisch muss man sehen, gerade mal 500 freiwillige Mitglieder in der Vereinigung der Pflegenden in Bayern sprechen eben auch NICHT gerade für hohe Akzeptanz dieser freiwilligen Vereinigung. Die motivierten oder gefrusteten Pflegekräfte haben offensichtlich in der Mehrzahl KEIN Interesse mehr an einer sichtbaren Interessenvertretung, schade. Dies ist jedoch kein neues Phänomen, dass Bürger/innen kein Vertrauen mehr haben, weder in die Politik noch in Institutionen noch zu sogenannten Gesundheitspolitikern. Das Dilemma hat sich ja ganz deutlich bei den Europawahlen gezeigt. Das Positive war die höchste Wahlbeteiligung bei Europawahlen.... Die Bürger wünschen sich einen totalen Paradigmenwechsel in allen Lebensbereichen, auch was die Betonstrukturen im Gesundheitsbereich anlangt.. Der erste Schritt muss sein Abschaffung aller gesetzlichen Krankenkassen ( GKV ) sowie des MDK. Hier hat sich in Jahrzehnten ein Staat im Staate gebildet, der sich selbst kontrolliert, ein Skandal.!!! Milliarden an Zwangsbeiträgen der gesetzlich Zwangsversicherten füttern dieses total undurchsichtige Geflecht an Abhängigkeiten. Damit muss endlich Schluss sein. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist allerdings dabei den Versuch zu unternehmen diese undurchsichtigen Strukturen aufzubrechen....BRAVO.... BRAVO.... Die Nutznießer und Profiteure des abgeschotteten Selbstverwaltungssystems allerdings wehren sich mit Zähnen und Klauen gegen jedwede Eingriffe. Die lukrativen Pfründe sind massiv bedroht.... Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn muss Durchsetzungsvermögen zeigen und die Profiteure zurückdrängen ; in die Schranken weisen..JETZT

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