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13. Jul 2018 | News

Wasser beruhigt und entlastet Menschen mit Demenz

Die Gleichmäßigkeit der Bewegung, wenn Bewohner Korkschiffchen auf einem Kanal fahren lassen, in Verbindung mit dem Element Wasser, lässt sie ruhiger werden. Das zeigt ein Wasserbahnprojekt, das sich besonders für stark kognitiv und motorisch beeinträchtigte Menschen eignet.

Zum Thema Wasser hat fast jeder Bewohner einen Bezug, speziell auch die Männer. Auch deshalb ist die Wasserbahn eine geeignete, niedrigschwellige Aktivität für den Sommer.Foto: Heike Eckstein  

Die Wasserbahn animiert Bewohner dazu, sich mehr zu bewegen, lädt zum Mitmachen ein und holt sie aus der Isolation. Die Beschäftigung mit der Bahn und dem Wasser beruhigt und entlastet von Stress, wie Heike Eckstein in ihrem Projekt zeigen konnte. Nach der Erfahrung der Gerontopsychiatrischen Fachkraft braucht es die Temperaturunterschiede von kalt und warm, von nass und trocken, hart und weich, um die Hirntätigkeit anzuregen. "Da das Schmerzempfinden im Alter zunimmt, wird kaltes Wasser oft als störend empfunden", schreibt Eckstein in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Deshalb sei es wichtig, die Wasseranlage in den wärmeren Sommermonaten zu installieren. Im Winter kann diese, anstatt mit Wasser, dann mit Plastikbällen oder Holzkugeln genutzt werden.

Wasser als Spielelement erfordert keine Vorkenntnisse und setzt somit keine Ausgrenzungen. "Es gilt, den richtigen Grad der Unterstützung zu finden, um Menschen nicht mit ihren Defiziten zu konfrontieren, sondern an Ressourcen anzuknüpfen und diese wertschätzend einzubinden", betont die Autorin.

Was es braucht, um eine solche Bahn mit wenig Aufwand aufzubauen, steht in der aktuellen Aktivieren. Sie kennen das Magazin noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar!

Essen als basale Stimulation

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Essen als basale Stimulation

Essen ist weit mehr als Selbsterhaltung durch Nahrungsaufnahme. Auch die Lust am Geschmack, am Duft, am Leben gehört dazu. Es fördert das Zusammenleben in der Gemeinschaft, strukturiert den Tagesablauf, liefert Gesprächsstoff und weckt Erinnerungen. Doch gerade bei Demenzkranken ist Esskultur ein selten diskutiertes Thema. Wie sich auch die Ernährung von demenziell Erkrankten durch unkonventionelle Ideen erlebnisreicher und genussvoller gestalten lässt, zeigt Markus Biedermann, Experte für die Entwicklung von Verpflegungskonzepten in Altenheimen. Der theoretische Teil des Buches behandelt Aspekte der senilen Demenz, Malnutrition, Riech- und Schmeckstörungen, beschreibt das Essen reichen, die Trinkkultur sowie Fingerfood. Im praktischen Teil erläutert der Autor anhand von Untersuchungen die Umsetzung vom Kochen am Bett, Fingerfood und Eat by Walking. Gleich zum Ausprobieren mit verschiedenen Rezepten, einem Fragebogen zur Essbiographie und Beobachtungsbögen, die sich gut in der Praxis einsetzen lassen.

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