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04. Apr 2018 | News

Zahl der Leiharbeiter in der Altenpflege steigt

Im Bereich der Altenpflege hat es 2017 mehr als 7.500 Leiharbeitskräfte gegeben, drei Jahre zuvor waren es nur 5.850 gewesen. Das berichtet die Tageszeitung "Passauer Neue Presse" (PNP) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei.

Leiharbeit in der Altenpflege: Im Jahr 2014 waren 5.850 Menschen als Leiharbeiter beschäftigt gewesen, 2017 waren es bereits mehr als 7.500.Foto: Jöbbörse Ennepe-Ruhr

Dem Bericht zufolge verdienen Leiharbeitskräfte deutlich weniger als regulär Beschäftigte. Der Bruttomonatsverdienst für Vollzeitbeschäftigte in der Altenpflege lag demnach Ende 2016 bei 2.436 Euro – bei Leiharbeitskräften hingegen im Durchschnitt nur bei 2.131 Euro.

"Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege dürfen nicht als billige Arbeitskräfte zur Profitmaximierung von Leiharbeitsunternehmen herhalten, ebenso wenig wie alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", sagte Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Linkspartei, gegenüber der PNP. Arbeitgeber im Altenpflegebereich klagten seit Jahren über Fachkräftemangel: "Doch Fachkräfte bekommt man nur und bindet sie an sich, wenn man gute Arbeitsbedingungen bietet."

Der Leiharbeits-Boom ist nicht nur auf die Altenpflege beschränkt. Im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, bei Rettungsdiensten und der Geburtshilfe waren im vergangenen Jahr laut BA-Statistik bundesweit 10.181 Menschen als Leiharbeitskräfte beschäftigt. Im Jahr 2014 waren es 7.374 gewesen. Bei 28,9 Prozent der entliehenen Beschäftigten in Pflegeberufen habe der Lohn sogar unterhalb der bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle von 2.088 Euro brutto gelegen.

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2 Kommentare

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Unbekannter Nutzer

06. Apr 2018

Ich bin der Meinung, diese Zahlen zeigen uns das qualifizierte Mitarbeiterdefizit !!! Woher auch nehmen, wenn nicht von billigen Zeitarbeitsfirmen. Und meist sind diese motivierten KollegInnen nicht einmal ausgebildet, sondern eher Hilfskräfte. Die Arbeit vor Ort soll jedoch sensibel und hochqualitativ sein. Wie geht das ? Ich weiß es nicht, wissen Sie es......??? Gruß ins sonnige Wochenende, Volker Harmgardt

Unbekannter Nutzer

05. Apr 2018

Zahl der Leiharbeiter/ innen in der Altenpflege steigt von 2014 bis 2017 um fast 30 % auf 7500 Leiharbeiter ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- wenn diese Zahlen belastbar sind zeigt dies, den seit Jahren, anhaltenden Trend zur Ausbeutung und Gewinnmaximierung in der Pflege, auf dem Rücken , zu Lasten, der Pflegebedürftigen aber auch des Pflegepersonals....( Lohndumping ) nur noch Massenstreiks des Pflegepersonals helfen ! los geht`s ! Herr Jens Spahn ist / bleibt / der Repräsentant, auch der privaten Pflegeheimbetreiber, die ausschließlich Gewinnmaximierung betreiben. Nicht umsonst ist der Hauptsitz der Privaten Pflegeheimbetreiber mit Herrn Rainer Brüderle in Berlin angesiedelt !

Unbekannter Nutzer

06. Apr 2018

Gern gelesen und für gut befunden. Das ist die bittere Wahrheit. Danke Herr Christoph !

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