Fünf Tipps für eine bessere Inkontinenzversorgung bei Demenz


Diese Information wird Ihnen in Zusammenarbeit mit der PAUL HARTMANN AG zur Verfügung gestellt

AdobeStock_Robert Kneschke - Hartmann Kampagne 2020
Ziel ist, dass Menschen mit Demenz auch bei Inkontinenz so selbstständig wie möglich bleiben und dennoch optimal geschützt sind. 
Foto: AdobeStock - Robert Kneschke

Menschen mit Demenz sind häufig von einer Inkontinenz betroffen. Diese kann im Zusammenhang mit der Demenzerkrankung stehen, aber auch ganz andere Ursachen haben, zum Beispiel eine Blasenentzündung oder Prostatavergrößerung. Manchmal vergessen die Betroffenen auch einfach, auf die Toilette zu gehen oder finden den Weg dorthin nicht mehr.

Pflegepersonen können dazu beitragen, den Umgang mit Inkontinenz für alle Beteiligten einfacher zu gestalten. Ziel ist, dass die Bewohner eine möglichst große Selbstständigkeit bewahren und dennoch optimal geschützt sind. Denn eine Inkontinenz kann leicht zu Hautirritationen führen. Mit den folgenden Tipps können Sie die Kontinenz fördern und gleichzeitig die Haut schützen.

1. Sorgen Sie für eine gute Orientierung des Bewohners

Manche Bewohner mit Demenz finden die Toilette nicht oder nicht rechtzeitig. Hier sind Orientierungshilfen eine gute Unterstützung, zum Beispiel Pfeile, die den Weg zur Toilette markieren, ein auffälliges WC-Schild an der Tür oder auch geöffnete WC-Türen, damit die Bewohner sehen, dass die Toilette frei ist. Vor allem Orientierungshilfen, die Bewohner aus ihrer eigenen Biografie kennen, erleichtern das Auffinden der Toilette. Manchmal hilft auch eine gut sichtbare Toilettenbrille, zum Beispiel in Rot, oder ein aufgeklappter WC-Sitz, um die Toilette besser zu erkennen.

Entfernen Sie alle Behinderungen auf dem Weg zur Toilette, zum Beispiel schwierige Türgriffe oder große Möbel. Nachts kann der Weg mit kleinen Lichtern beleuchtet werden. Auch können ein Toilettenstuhl, eine Urinflasche oder eine Bettpfanne neben dem Bett eine nächtliche Alternative zum Toilettengang sein.

2. Bevorzugen Sie praktische Kleidung

Vermeiden Sie Gürtel, Knöpfe, Reißverschlüsse, aber auch Strumpfhosen und Miederhöschen. Je mehr Kleidung vor dem Toilettengang aufgeknöpft, entfernt oder heruntergezogen werden muss, desto leichter kann es zu einem „Missgeschick“ kommen. Überlegen Sie, was an Kleidung wirklich nötig ist und womit die Bewohnerin oder der Bewohner sich wohlfühlt. Oft sind Hosen mit Gummizug eine gute Alternative – diese gibt es auch in sportlich-eleganter Variante. Auch Klettverschlüsse an Hosen oder Röcken können helfen, sich schneller auszuziehen.

3. Erinnern Sie bei Bedarf an den Toilettengang 

Mit Fortschreiten der Demenz wird der Harndrang oft nicht mehr bemerkt oder richtig gedeutet. Deshalb kann es hilfreich sein, den Betroffenen regelmäßig an den Toilettengang zu erinnern – und das möglichst in einer Sprache, die ihm vertraut ist. Diese Erinnerung kann zu festen Zeiten erfolgen, zum Beispiel beim Aufstehen und vor den Mahlzeiten, oder in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel alle zwei Stunden. Auch können Sie die individuellen Ausscheidungszeiten über den Tag hinweg beobachten und zu diesen Zeiten einen Toilettengang vorschlagen. Bei fortgeschrittener Demenz ist ein Harndrang oft daran zu erkennen, dass die Betroffenen unruhig werden oder an der Kleidung nesteln. Lehnt der Demenzerkrankte einen Toilettengang ab, bringt es in der Regel wenig, ihn mit Überredungskunst zu überzeugen. Sinnvoller ist es, das Angebot einfach ein paar Minuten später zu wiederholen – und zwar so, als wäre es der erste Versuch.

4. Achten Sie auf eine gute persönliche Hygiene

Eine Inkontinenz kann leicht zu Hautirritationen und Entzündungen führen. Umso wichtiger ist eine gute Hygiene des Bewohners mit Demenz. Notwendig ist, dass sich Betroffene gründlich mit lauwarmem Wasser waschen (oder gewaschen werden), wenn es zu einem Vorfall mit Einnässen oder Einkoten gekommen ist. Danach sollte sich der Betroffene gut abtrocknen (oder abgetrocknet werden) und saubere Kleidung erhalten. Reiben und Rubbeln sind dabei zu vermeiden.

Es sollten pH-hautneutrale Reinigungsprodukte verwendet werden, da diese einen pH-Wert der Haut von 5,5 und damit den natürlichen Säureschutzmantel unterstützen. Zum Reinigen zwischendurch eignen sich vorgefertigte Feuchtreinigungstücher. Inspizieren Sie bei Menschen mit Demenz, die selbstständig auf die Toilette gehen, täglich die Haut im Intimbereich. Manchmal vergessen sie das Reinigen nach dem Toilettengang. Auch sollte das Toilettenpapier im Sichtbereich der Bewohner und vom WC aus gut erreichbar sein.

5. Verwenden Sie individuell passende Inkontinenzprodukte

Nutzen Sie gute aufsaugende Inkontinenzprodukte, die einen effektiven Schutz vor Feuchtigkeit bieten. Besonders empfehlenswert sind Produkte mit Superabsorber, die den Urin schnell ins Innere des Saugkörpers transportieren und ihn dort festhalten, auch unter Druck. So bleibt die Haut trocken und wird bestmöglich vor Feuchtigkeit geschützt.

Wenn es nur gelegentlich zu Pannen kommt, sind Pants eine gute Hilfe. Sie werden meist von den Betroffenen gut angenommen, da sie an eine normale Unterhose erinnern und beim Toilettengang einfach heruntergezogen werden können. Gerade wenn Bewohner mit Demenz alleine auf die Toilette gehen, sind Pants leichter zu handhaben als Inkontinenzvorlagen, die schnell verrutschen oder schon mal versehentlich weggeworfen oder in der Toilette abgespült werden (was schnell zu Rohrverstopfungen führen kann).

Nässen die Betroffenen regelmäßig ein, sind Pants nicht unbedingt die beste Wahl, da beim Wechseln jedes Mal die Schuhe und Hose ausgezogen werden müssen. Hier können Vorlagen mit Fixierhosen oder Slips mit Klebestreifen die bessere Alternative sein. Achten Sie bei Slips darauf, dass sich die Klebestreifen mehrfach öffnen und schließen lassen und es nicht zu Einschnürungen der Haut kommt. Auch sollte kein Plastik auf der Haut aufliegen.


Möchten Sie mehr erfahren?

Laden Sie sich jetzt das kostenfreie Themenheft "Gesunde Haut" herunter.

Bitte füllen Sie alle Felder aus, die als Pflichtfeld (*) markiert sind.


Dieses Feld ist ein Pflichtfeld
Dieses Feld ist ein Pflichtfeld
Dieses Feld ist ein Pflichtfeld
Ich habe die Datenschutzhinweise der Vincentz Network GmbH & Co. KG mit weitergehenden Informationen zur Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten nach der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) – einschließlich einer Verarbeitung für werbliche Zwecke und die AGB (siehe unten) zur Kenntnis genommen.
und bin damit einverstanden, dass meine angegebenen personenbezogenen Daten einschließlich meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Kommunikation und Werbung von Vincentz Network GmbH & Co. KG erhoben, verarbeitet und genutzt und an die PAUL HARTMANN AG übermittelt werden dürfen, damit diese mich über allgemeine oder personalisierte Neuigkeiten, Informationen und Werbung zu relevanten Produkten via E-Mail, Telefon oder SMS informiert. Meine zuvor erteilten Einwilligungen kann ich jederzeit jeweils mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Vincentz Network GmbH & Co. KG geltend machen. Nähere Informationen zu Ihren Rechten und den Partnern, die Ihre persönlichen Daten erhalten, finden Sie in der Datenschutzerklärung der Vincentz Network GmbH & Co. Außerdem kann Ihr Widerruf auch gegenüber der PAUL HARTMANN AG erfolgen. Weitere Informationen zum Datenschutz und Ihren Rechten finden Sie unter hartmann.info/de-de/datenschutz.
Hier finden Sie unsere AGB und Datenschutzerklärung.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ok