QPR & Hygiene: Fünf Tipps für eine bessere Händehygiene

QPR & Hygiene: Fünf Tipps für eine bessere Händehygiene

Eine gute Hygiene ist entscheidend, um Bewohner vor Infektionen zu schützen. Wie gut das in Pflegeeinrichtungen gelingt, wird auch in den Qualitätsprüfungen bewertet. Ein zentraler Baustein ist die Händehygiene. Mit diesen fünf Tipps können Sie die Händehygiene-Compliance der Mitarbeitenden fördern.

Diese Information wird Ihnen in Zusammenarbeit mit der PAUL HARTMANN AG 
zur Verfügung gestellt

Ältere und pflegebedürftige Menschen sind besonders infektionsgefährdet. Deshalb ist ein effektives Hygienemanagement in Pflegeeinrichtungen von zentraler Bedeutung. Damit können Infektionen vermieden und Bewohner und Mitarbeitende gleichzeitig geschützt werden.

Wie gut das Hygienemanagement umgesetzt wird, beobachten die Prüfer des Medizinischen Dienstes (MD) in den Qualitätsprüfungen. Hierbei zählt, ob die Pflegenden sich hygienisch einwandfrei verhalten, insbesondere bei Kontinenzverlust/Kontinenzförderung, bei der Körperpflege und Wundversorgung, aber auch wenn Bewohner abgesaugt werden müssen oder ein Stoma versorgt werden muss. Grundlage der Bewertung durch den MD sind dabei die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Händehygiene hat zentrale Bedeutung

Die führende Rolle bei der Übertragung von Infektionserregern spielen die Hände des Personals. Die Händehygiene gilt übereinstimmend als die entscheidende Maßnahme, um Infektionen vorzubeugen. Im Rahmen des heiminternen Qualitätsmanagements ist deshalb sicherzustellen, dass bei allen pflegerischen Maßnahmen Möglichkeiten zur hygienischen Händedesinfektion gegeben sind.

Hierbei sind zwei Aspekte entscheidend:

Hier erhalten Sie Tipps für Ihr Hygienemanagement

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Was Pflegende wissen müssen

Wann müssen die Hände desinfiziert werden?
Es geht nicht darum, die Hände besonders häufig, sondern sie in den richtigen Situationen zu desinfizieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu ein Modell geschaffen, das auch als „5 Momente der Händedesinfektion“ bezeichnet wird. Dieses ist konform mit den RKI-Richtlinien (Erfahren Sie mehr).

Wie werden die Hände korrekt desinfiziert?
Entscheidend ist, die Hände vollständig mit Desinfektionsmittel zu benetzen, sodass wirklich alle Hautpartien der Hände erreicht werden (Erfahren Sie mehr). Dabei sollte ausreichend Desinfektionsmittel sorgfältig über 30 Sekunden eingerieben werden – die Hände müssen über die 30 Sekunden durch das Desinfektionsmittel feucht gehalten werden. Wichtig ist auch zu beachten, dass das Tragen von Handschuhen keine Händedesinfektion ersetzt.

Wie oft ist eine Händedesinfektion bei Pflegemaßnahmen erforderlich?
Häufig sind bei einer einzelnen Maßnahme mehrmalige Desinfektionen erforderlich. Wenn eine Pflegefachperson zum Beispiel einen Blasendauerkatheter legt, ist eine viermalige Händedesinfektion notwendig (Mehr Details erfahren Sie in der Checkliste zum: Legen einer transurethralen Harnwegsdauerdrainage bei einer Frau):

  1. Vor dem Öffnen des sterilen Kathetersets
  2. Vor der Ablage der Materialien aus dem Set auf steriler Unterlage
  3. Vor dem Anziehen der sterilen Handschuhe
  4. Nach dem Ausziehen der sterilen Handschuhe.

Mit diesen fünf Punkten fördern Sie die Händehygiene-Compliance

Eine KISS-Studie aus Alten- und Pflegeheimen zeigt, dass in den Jahren 2017 bis 2020 pro Bewohnertag gerade einmal zwischen 3,6 und 5,5 Händedesinfektionen durchgeführt wurden1. Wenn man sieht, dass bei einzelnen Maßnahmen mitunter mehrmalige Händedesinfektionen erforderlich sind (s.o.), wird deutlich, dass Leitungspersonen gefordert sind, die Compliance der Mitarbeitenden zu erhöhen. Wichtige Ansätze sind dabei:

1. Schulungen: Alle Mitarbeitenden müssen regelmäßig geschult werden, wie eine korrekte Händehygiene durchzuführen ist. Einmalige Schulungen sind nicht ausreichend, zumal die Mitarbeitenden in Pflegeeinrichtungen häufig wechseln.

2. Gute Erreichbarkeit: Ein wichtiger Punkt ist eine gute Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der Händedesinfektionsmittel. Spender sollten dort angebracht sein, wo sie benötigt werden, zum Beispiel vor jedem Bewohnerzimmer oder an Pflege- und Verbandswagen. Hilfreich sind auch Kitteltaschenflaschen für jeden Mitarbeitenden.

3. Erinnerungen im Alltag: Die Mitarbeitenden sollten auch im Pflegealltag immer wieder an die korrekte Händedesinfektion und deren Bedeutung erinnert werden. Poster zur korrekten Durchführung oder der 5 Momente der Händedesinfektion können dabei hilfreiche Reminder sein. Diese sollten an zentralen Stellen, z. B. im Pflegestützpunkt, aufgehängt werden.

4. Überprüfung der Compliance: Die Leitungspersonen sollten sich ein Bild davon machen, wie die Händehygiene-Compliance in der Einrichtung aussieht. Bei Bedarf können dann Maßnahmen in die Wege geleitet werden, um die Compliance zu erhöhen.

5. Bewusstsein schaffen: Händehygiene muss nicht zeitaufwändig sein – oftmals können Laufwege genutzt werden. Am Ende gilt: Fehlende Hygiene kostet Zeit und Geld.

1 https://www.nrz-hygiene.de/fileadmin/nrz/module/hand/202001_202012_HAND_P_Ref_DE.pdf

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Im nächsten Monat geht es um die Frage, wie Sie die Hautgesundheit bei Inkontinenz erhalten und ein wirksames Hautschutzkonzept umsetzen. Denn Qualitätsdefizite sind besonders schwerwiegend, wenn Risiken für negative Folgen bestehen oder Bewohner bereits Schädigungen der Haut aufweisen.

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