Pflegepolitik
Landesagentur für ausländische Fachkräfte nimmt Formen an
Die geplante Landesagentur für Zuwanderung von Fachkräften (LZF) wird bei den Regierungspräsidien Karlsruhe und Stuttgart angesiedelt. Dies teilten Koalitionskreise der Deutschen Presse-Agentur mit.
In Stuttgart sollen demnach die Verfahren für Gesundheits- und Pflegeberufe bearbeitet werden und in Karlsruhe alle anderen. Die neue Behörde solle nicht ausschließlich, sondern neben den schon bisher zuständigen Ausländerbehörden für die Durchführung des beschleunigten Fachkräfteverfahrens zuständig sein. Beide Fachbereiche der geplanten neuen Landesagentur sollen einen gemeinsamen Internetauftritt erhalten.
Ausländerbehörden teilweise am Limit
Migrationsministerin Marion Gentges (CDU) hatte vor knapp einem Jahr eine Initiative für eine Behörde für die Fachkräfteeinwanderung angestoßen. Die Wirtschaft unterstützte das Vorhaben. Die Zahlen im beschleunigten Fachkräfteverfahren in Baden-Württemberg waren laut Aussagen aus der Koalition bisher zufriedenstellend. Während im Jahr 2021 792 und im Jahr 2022 1.748 beschleunigte Fachkräfteverfahren abgeschlossen werden konnten, lag die Zahl im Jahr 2023 bei 2.838 Stück.
Die neue Stelle soll auch die Anerkennung bei den Gesundheitsberufen verbessern, bei denen das Land die Zuständigkeit innehat. Ansonsten liegt sie bei den anderen Berufen zum Beispiel bei den Kammern. Die neue Landesagentur soll möglichst digital arbeiten. Laut IHK-Fachkräftemonitor vom April werden bis ins Jahr 2035 in Baden-Württemberg 910.000 Fachkräfte fehlen. (dpa)
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