Pflegequalität
Pflegedokumentation: Erfolgreich entbürokratisiert?
Die Pflegedokumentation ist ein Schlüsselfaktor für eine qualitativ hochwertige Pflege. Die Komplexität und der Zeitaufwand belasten die Pflegenden jedoch nach wie vor, wie eine Umfrage in der Zeitschrift Altenpflege zeigt.
Für eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Pflege ist die Pflegedokumentation unverzichtbar. Altenpflege hat sich bei Pflegekräften umgehört, was sie als Belastung, aber auch als Nutzen empfinden.
Zeitaufwand ist hoch
Elena Isakow, Wohnbereichsleiterin im Haus Stephanus in Alsfeld, betont, dass sie nicht nur die Pflegequalität verbessert, sondern auch eine sichere Pflegeübergabe ermöglicht. Ein großes Problem sei jedoch der hohe Zeitaufwand. Dies bestätigen auch andere Fachkräfte wie Kevin Leitenberger vom Katharinenhof im Uferpalais in Berlin, der auf die zunehmende Komplexität und teilweise doppelte Dokumentation hinweist.
Digitalisierung bringt Vorteile in der Pflegedokumentation
Digitalisierung und der Einsatz von KI werden als notwendige Schritte zur Entlastung der Pflegekräfte gesehen. So zeigen die Erfahrungen mit der Sprachsteuerung, wie bei Julia Habenicht im Kleeblatt Pflegeheim, deutliche Vorteile im Alltag. Dennoch bestehen bei den Pflegekräften noch Unsicherheiten über den Umfang der personenzentrierten Dokumentation, wie Daniel Braun von der Münchenstift anmerkt.
Eine vereinfachte, digitale Pflegedokumentation könnte nicht nur Zeit sparen, sondern auch die Pflegequalität nachhaltig verbessern. Die Einführung mobiler Systeme mit Sprachfunktion, so Daniel Braun von der Münchenstift, hat bereits erste Entlastungen gebracht, aber Unsicherheiten bleiben.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der September-Ausgabe der Altenpflege.
Software muss benutzerfreundlich sein
Lars Lattner vom Pflegewohnstift Davenstedt betont die Bedeutung einer benutzerfreundlichen Software, die das Personal kontinuierlich unterstützt. So erhält man direkt nach dem Anmelden einen Überblick über aktuelle Wunden, Stürze, Bewohnertermine und Medikamentenänderungen. Eine gut umgesetzte EDV-Dokumentation reduziert nicht nur den Schreibaufwand, sondern auch Risiken und erleichtert die tägliche Pflegearbeit.
Ivan Lisanin vom Haus Heilig Geist in München betont, dass das Strukturmodell zur Entbürokratisierung beiträgt, indem Routinehandlungen vereinfacht und der Schreibaufwand durch Verfahrensanweisungen reduziert wird.
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