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Pflegeverbände mobilisieren gegen Reformpläne der Regierung

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste ruft für den 24. August zu einer Demonstration in Erfurt auf. Die Kritik an der geplanten Pflegereform ist massiv.

Pflege geht auf die Straße
Die Teilnehmerin einer Demonstration verbreitet lautstark ihre Forderungen. Foto: AdobeStock/Juan Aunión

Pflegeeinrichtungen, Beschäftigte und pflegende Angehörige gehen am 24. August in Erfurt gemeinsam auf die Straße. Laut bpa Thüringen startet der Protestzug um 11 Uhr am Bahnhofsvorplatz und endet an der Staatskanzlei im Hirschgarten. Unter dem Motto „Die Pflegereform darf kein PNOGchio-Gesetz werden“ fordern die Demonstranten grundlegende Nachbesserungen.

Die Landesvorsitzende des bpa Thüringen, Margit Benkenstein, warnt vor den Folgen: „Wenn Einrichtungen wirtschaftlich unter Druck geraten, Angebote eingeschränkt werden und gleichzeitig das Personalproblem ungelöst bleibt, ist niemandem geholfen.“

Vier Hauptkritikpunkte treiben die Verbände auf die Straße: Die Ungleichbehandlung bei der Refinanzierung von Gehältern zwischen tarifgebundenen und privaten Einrichtungen, die geplante Zerschlagung bewährter Beratungsstrukturen, Einschränkungen bei ambulanten Leistungen sowie das ungelöste Personalproblem. Laut bpa finden konkrete Lösungsvorschläge wie die schnellere Anerkennung internationaler Pflegekräfte im Reformentwurf keine Berücksichtigung.

Passend dazu: Tariftreue: Pflegebranche warnt vor den Folgen des PNOG

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