Pflegepraxis

Demenz und Mundgesundheit: Wie Pflegende helfen können

Menschen mit Pflegebedarf und Demenz haben im Vergleich eine deutlich schlechtere Mundgesundheit als Menschen ohne Pflegebedarf. Darauf hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hingewiesen.

Eine Altenpflegerin führt bei einer Bewohnerin die Mundpflege im Bett durch.
Eine Altenpflegerin führt bei einer Bewohnerin die Mundpflege im Bett durch. Foto: Werner Krüper

Ein gutes Gebiss ist nicht nur für das Kauen wichtig, sondern auch für die Gesundheit des ganzen Körpers. Menschen mit Demenz können jedoch Schwierigkeiten haben, ihre Mundgesundheit zu erhalten. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) hat ein neues Informationsblatt herausgegeben. Es informiert Pflegende darüber, wie sie trotz Demenz besser auf die Zähne und die Mundgesundheit von Pflegebedürftigen achten können.

„Menschen mit Demenz können mitunter nicht mehr klar äußern, ob und wenn ja, wo sie Schmerzen im Mund haben“, sagt Dr. Elmar Ludwig, Referent für Alterszahnmedizin und Geriatrische Zahnmedizin der Zahnärzteschaft in Baden-Württemberg und Mitautor des Informationsblattes. Dabei gebe es viele Anzeichen für Probleme mit der Mundgesundheit wie rissige Lippen, ständiges Zähneknirschen, Mundgeruch oder Unlust zu essen.

Zahnfleischentzündungen und Karies können nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch zu anderen Krankheiten wie Diabetes, Rheuma oder Demenz führen. Deshalb ist eine gute Mundhygiene auch bei Menschen mit Demenz besonders wichtig. Pflegende sollten den Zustand der Zähne und des Mundes regelmäßig kontrollieren und frühzeitig eingreifen, so Ludwig.

Wenn Prothesen nachts nicht im Mund getragen werden, empfiehlt Martina Wersching-Pfeil, Koordinatorin des Geriatrischen Schwerpunkts am Helios-Klinikum Pforzheim, sie trocken in einer offenen Dose aufzubewahren. „Das tötet die Bakterien besser ab, als wenn man die Prothese über Nacht in Wasser aufbewahrt“, so Wersching-Pfeil.

Viele weitere praktische Tipps, wie man Menschen mit Demenz bei der Mundhygiene unterstützen kann, sowie Informationen zu besonderen zahnärztlichen Leistungen und zur Vorbereitung auf den Zahnarztbesuch bietet das Informationsblatt.

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