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Drei Viertel wollen mehr Verantwortung übernehmen

Pflegekräfte stehen zu ihrem Beruf, fühlen sich aber nicht ausreichend beteiligt. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) mit über 3.000 Teilnehmenden.

Drei junge Miarbeitende sitzen zusammen im Wohnbereich. Eine telefoniert.
Drei junge Miarbeitende in der Altenpflege arbeiten zusammen im Wohnbereich. Foto: Tino Schaft

Die Ergebnisse der DBfK-Befragung „Pflege, wie geht es dir?“ zeichnen ein ambivalentes Bild: 83 Prozent der befragten Pflegefachpersonen ohne Leitungsverantwortung empfinden ihren Beruf als sinnstiftend. Gleichzeitig stimmen nur drei Prozent der Aussage zu, dass ihre Kompetenz gesellschaftlich anerkannt wird.

Besonders auffällig: 76 Prozent der Befragten sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Doch diese hohe Verantwortungsbereitschaft trifft laut DBfK jedoch auf Rahmenbedingungen, die Beteiligung strukturell ausbremsen.

Die Wechselbereitschaft steigt: 20 Prozent der Pflegefachpersonen ohne Führungsverantwortung dachten in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals wöchentlich oder täglich über einen Arbeitgeberwechsel nach. 16 Prozent spielten sogar mit dem Gedanken, den Pflegeberuf ganz aufzugeben. Besonders kritisch bewerten die Befragten ihre Arbeitsauslastung und fehlende Wertschätzung durch Arbeitgeber und Führungspersonen. Die Zusammenarbeit im Team wird im Vergleich deutlich positiver bewertet. „Das Problem liegt nicht in der Pflege selbst oder in den Teams, sondern in den Strukturen, unter denen Pflege organisiert wird“, erklärt der Verband.

Beim Thema Führung kritisieren die Befragten fehlende Transparenz, mangelhafte Konfliktlösung und zu wenig Veränderungskultur. Nur 22 Prozent stimmen zu, dass Veränderungen in ihrer Organisation partizipativ gestaltet werden. Der Verband fordert daher, Pflegekräfte stärker in Entscheidungen einzubeziehen: „Pflege muss Mitgestalterin von Versorgung werden.“

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