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Heimkosten steigen weiter: So beraten Sie Bewohner zur Sozialamt-Hilfe
Die Eigenanteile für Pflegeheimplätze sind erneut gestiegen. Laut Verband der Ersatzkassen zahlen Bewohner im ersten Jahr durchschnittlich 3.364 Euro monatlich.
Der Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz ist um 256 Euro auf 3.364 Euro pro Monat gestiegen, wie eine aktuelle Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen zeigt. Diese Summe umfasst neben dem Pflegeanteil auch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen.
Wenn Rente und Ersparnisse nicht ausreichen, können Pflegebedürftige beim Sozialamt „Hilfe zur Pflege“ beantragen. Laut Verbraucherzentrale übernimmt das Amt dann die Heimkosten – allerdings erst, wenn das eigene Vermögen bis auf 10.000 Euro Schonvermögen aufgebraucht ist.
Entscheidend ist der rechtzeitige Antrag. Die Leistungen werden erst ab Antragstellung gewährt, nicht rückwirkend. Wer bereits Schulden für die Heimfinanzierung gemacht hat, bleibt darauf sitzen.
Für den Antrag sind umfangreiche Unterlagen nötig: Personalausweis, Pflegekassenbescheide, Kontoauszüge der letzten drei Monate, Rentennachweise und Vermögensnachweise. Das Sozialamt prüft anschließend, ob erwachsene Kinder mit einem Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro Elternunterhalt zahlen müssen.
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