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Pflegekammer NRW kritisiert Bürokratie-Chaos bei ausländischen Azubis

Internationale Pflegeazubis verlieren am Tag ihrer letzten Examensprüfung automatisch ihre Aufenthaltserlaubnis. Die Pflegekammer NRW spricht von struktureller Diskriminierung.

Die Pflegekammer NRW fordert ein Ende der bürokratischen Hürden für internationale Pflegefachpersonen.
Die Pflegekammer NRW fordert ein Ende der bürokratischen Hürden für internationale Pflegefachpersonen. Foto: Werner Krüper

Die Pflegekammer NRW fordert ein Ende der bürokratischen Hürden für internationale Pflegefachpersonen. Laut Kammerpräsidentin Sandra Postel erlischt die Aufenthaltsgenehmigung ausländischer Azubis automatisch mit der letzten Examensprüfung, da sie an den Ausbildungsvertrag gekoppelt ist.

Während deutsche Absolventen sofort arbeiten dürfen, müssen internationale Pflegefachpersonen einen neuen Aufenthaltstitel beantragen. Dieser Prozess dauert laut Pflegekammer bis zu sechs Monate. Ohne Berufsurkunde können die Betroffenen nur als ungelernte Pflegehilfskräfte arbeiten.

Besonders kritisiert Postel, dass Kommunen von einzelnen Pflegefachpersonen einen Nachweis über den Fachkräftemangel in der Pflege verlangen. Die Pflegekammer will sich deshalb an die Bezirksregierung Düsseldorf wenden und fordert ein automatisches Arbeits- und Aufenthaltsrecht nach bestandener Prüfung.

Laut Bundesagentur für Arbeit sichern rund 350.000 Menschen aus dem Ausland die pflegerische Versorgung in Deutschland. In NRW gehen in den nächsten vier Jahren bis zu 40 Prozent aller Pflegefachpersonen in Heimen in den Ruhestand.

Passend dazu: Vertiefen Sie im PflegeKompass ihr Wissen zu Mitarbeitende einarbeiten und lernen Sie die unterschiedlichen Etappen kennen, Mitarbeitende fachlich, sozial und kulturell zu integrieren sowie ihre Handlungsfähigkeit und Produktivität zu fördern.

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