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Diakonie warnt vor 1.100 gefährdeten Arbeitsplätzen durch Pflegereform
Die Diakonie Stiftung Salem schlägt Alarm: Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz bedrohe massiv Arbeitsplätze und Versorgung. Der Träger sieht einen fatalen Konstruktionsfehler.
Die Diakonie Stiftung Salem warnt vor gravierenden Folgen des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) für die Region. Laut dem Träger sind allein in seinem Unternehmen rund 1.100 Arbeitsplätze gefährdet.
Der Grund: Das Gesetz schaffe einen strukturellen Widerspruch, erklärt Christian Schultz, Kaufmännischer Vorstand der Diakonie Stiftung Salem. Pflegeeinrichtungen müssten weiterhin steigende Tariflöhne zahlen, während die Refinanzierung dieser Kosten begrenzt werde. „Dadurch entsteht ein strukturelles Finanzierungsdefizit“, so Schultz.
Die Folgen seien absehbar: Pflegeeinrichtungen könnten in wirtschaftliche Schieflage geraten, Leistungen einschränken oder Standorte aufgeben. Insolvenzen und weniger Versorgungsangebote würden den Pflegenotstand verschärfen.
Zusätzlich belaste das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die ambulanten Pflegedienste, da auch dort die Refinanzierung von Tariflöhnen ausgehebelt werde.
Die Diakonie Stiftung Salem appelliert an die Bundestagsabgeordneten aus der Region, dem Gesetzentwurf nicht zuzustimmen. Sie fordert eine grundlegende Überarbeitung und ein tragfähiges Finanzierungssystem, das steigende Personalkosten realistisch abbildet.
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