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Martin Luther Stiftung startet mobiles Pflege-Training auf Rädern

Die Martin Luther Stiftung Hanau bringt ihr Lernkonzept jetzt direkt zu Pflegeeinrichtungen und Schulen. Ein ausfahrbarer Anhänger mit komplettem Bewohnerzimmer macht es möglich.

Jasmin Modis und Thorsten Hitzel (Martin Luther Stiftung Hanau) sowie Salomé Eggler (Google) im Mobilen Skills Lab (v.l.n.r.). Im Vordergrund ist die Pflege-Simulationspuppe zu sehen.
Jasmin Modis und Thorsten Hitzel (Martin Luther Stiftung Hanau) sowie Salomé Eggler (Google) im Mobilen Skills Lab (v.l.n.r.). Im Vordergrund ist die Pflege-Simulationspuppe zu sehen. Foto: Martin Luther Stiftung Hanau

Das mobile Skills Lab der Martin Luther Stiftung Hanau ist ein PKW-Anhänger mit vollständig ausgestattetem Bewohnerzimmer. Pflegebett, Simulationspuppe und digitale Lerntechnik ermöglichen realitätsnahes Training von Pflegesituationen direkt vor Ort.

„Die Zukunft der Altenhilfe hängt davon ab, dass wir genügend Menschen für die Pflege gewinnen und qualifizieren“, sagt Thorsten Hitzel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Das Konzept basiert auf drei Jahren Erfahrung mit dem stationären Skills Lab der Stiftung.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Berufsorientierung an Schulen, Simulationstrainings für Auszubildende, Notfalltrainings für Fachkräfte und praktische Übungen für pflegende Angehörige. Projektleiterin Jasmin Modis erklärt: „Pflege lernt man nicht aus Büchern, sondern in der Praxis. Das Mobile Skills Lab bietet einen geschützten Lernraum.“

Die Anschaffungs- und Ausstattungskosten beliefen sich laut Stiftung auf rund 130.000 Euro. Google unterstützte das Projekt als Sponsor. Ab Oktober startet der Einsatz in eigenen Einrichtungen, ab 2027 können auch andere Träger das Angebot nutzen.

Für Leitungskräfte stellt sich dabei die entscheidende Frage: Wie lassen sich solche Innovationen strategisch, rechtssicher und mit echter Entlastung für die Teams in den Pflegealltag integrieren?

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