Pflegepraxis
Barmer deckt Zahnversorgungslücken bei Pflegebedürftigen auf
Ein neuer Barmer-Report offenbart alarmierende Zahlen: Die zahnärztliche Versorgung von Pflegebedürftigen in Bayern weist erhebliche Mängel auf. Besonders dramatisch ist die Lage in der häuslichen Pflege.
Laut dem aktuellen Barmer Zahnreport erhielten 2024 nur knapp 31 Prozent der stationär Gepflegten in Bayern zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Bei Menschen in häuslicher Pflege lag die Quote bei erschreckenden 2,4 Prozent. Bayern liegt damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 34,6 Prozent (stationär) beziehungsweise 3,3 Prozent (ambulant).
Alfred Kindshofer, Barmer-Landesgeschäftsführer in Bayern, warnt vor den Folgen: „Mundgesundheit ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität und trägt zur allgemeinen Gesundheit bei.“ Probleme im Mund können das Kauen und Schlucken erschweren und zu Mangelernährung führen.
Als Lösungsansatz sieht die Barmer Kooperationsverträge zwischen Pflegeeinrichtungen und Zahnarztpraxen. Aktuell verfügen 756 von 2.146 vollstationären Pflegeeinrichtungen in Bayern über solche Verträge. Das sind 35 Prozent. Vier Fünftel der präventiven Leistungen werden laut Report in Einrichtungen mit Kooperationsvertrag erbracht. Die Barmer fordert einen weiteren Ausbau dieser Partnerschaften.
Passend dazu: In der Prozessbeschreibung „Zusammenarbeit organisieren“ im PflegeKompass bekommen Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie vorgehen müssen.
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