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Diese Zahlen zur Arzneimittelversorgung sollten PDLs alarmieren
Fast die Hälfte aller Demenzkranken im Heim erhält Antipsychotika – obwohl das massive Risiken birgt. WIdO-Forscherin Susann Behrendt nennt erschreckende Details.
Die Zahlen des Qualitätsatlas Pflege sind ernüchternd: Seit Jahren stagniert die Qualität der Arzneimittelversorgung in deutschen Pflegeheimen. Besonders brisant: Die regionalen Unterschiede sind gewaltig – was darauf hindeutet, dass viele Probleme vermeidbar wären.
WIdO-Forschungsleiterin Susann Behrendt bringt es auf den Punkt: „41 Prozent der Demenzkranken erhalten mindestens einmal pro Quartal ein Antipsychotikum.“ Diese Medikamente verschlechtern die Lebensqualität erheblich und bergen ernste Gesundheitsrisiken. Noch dramatischer: Bundesweit bekommen über sieben Prozent aller Heimbewohner dauerhaft Beruhigungsmittel – mit fatalen Folgen.
Die Sturzgefahr explodiert förmlich: In manchen Bundesländern landen über 18 Prozent der Bewohner mit riskanter Medikation im Krankenhaus. „Mehr als drei Viertel der Pflegekräfte geben zu, regelmäßig auf Antipsychotika-Verordnungen hinzuwirken“, so Behrendt.
Warum versagen manche Regionen komplett, während andere deutlich besser abschneiden? Und welche konkreten Schritte können Pflegedienstleitungen sofort einleiten? Das vollständige Interview mit allen Lösungsansätzen und praktischen Tipps von Susann Behrendt lesen Sie in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege.
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