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Pflegeverbände warnen vor Versorgungskollaps durch Tarifdeckel
Drei große Pflegeverbände schlagen Alarm: Der geplante Tarifdeckel gefährdet die pflegerische Versorgung. Am Freitag stimmt der Bundestag über die umstrittene Reform ab.
Die Diakonie Deutschland, der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (Devap) und der Verband diakonischer Dienstgeber (VdDD) kritisieren die geplante GKV-Reform scharf. Laut den Verbänden sollen Tariferhöhungen in Krankenhäusern und der häuslichen Krankenpflege künftig nicht mehr voll durch die Krankenversicherung refinanziert werden. Eine ähnliche Regelung ist für die Pflegeversicherung geplant.
Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch warnt vor drastischen Folgen: Ambulante Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen müssten ihre Leistungen großflächig einschränken, um nicht in Insolvenzgefahr zu geraten. VdDD-Vorstandsvorsitzende Johanne Hannemann sieht das politische Ziel der höheren Tarifbindung gefährdet: „So werden gerade die Unternehmen bestraft, die sich an faire Arbeitsbedingungen vertraglich gebunden haben.“
DEVAP-Vorstand Thomas Neeb kritisiert die Widersprüchlichkeit der Politik: Einerseits gebe es klare Vorgaben zur Personalausstattung und Qualität, andererseits solle die Refinanzierung der notwendigen Löhne gedeckelt werden.
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