Pflegepraxis
Schmerzassessment: Instrumente richtig nutzen
Pflegende sollten Schmerzassessment-Instrumente kennen, um Schmerzen bei Menschen mit Demenz korrekt einzuschätzen und zu beurteilen. Das schreibt Marzena Jura, Pflegeexpertin und Lehrbeauftragte für Pflegeberufe an der Hochschule Frankfurt a. M., in der Dezember-Ausgabe von Altenpflege.
Sofern der Arzt nicht interveniere, so Jura, werde im schlimmsten Fall gewartet und ein Schmerzgeschehen des Pflegebedürftigen eventuell billigend in Kauf genommen. „Auch die persönlichen Ansichten der Pflegenden, ihre eigenen Erfahrungswerte mit dem Thema, Kenntnisse in Bezug auf das Schmerzmanagement, die vorhandenen oder nicht vorhandenen Zeitressourcen und das subjektive Empfinden in Bezug auf das konkrete Fallgeschehen spielen hierbei eine wichtige Rolle.“ Auch die Pflegebedürftigen selbst hätten nicht selten Angst, von Schmerzmitteln abhängig zu werden, wollten nicht als „Klagende“ angesehen werden und befürchten gegebenenfalls, dass ihre Erkrankung als fortschreitend angesehen wird.
Sofern die erste Frage nach Vorliegen von Schmerzen bejaht wird, sollte – auch im Sinne des Expertenstandards „Schmerzmanagement in der Pflege“ – ein Assessment durchgeführt werden. Im deutschsprachigen Raum wird als ein Assessment ein Instrument bezeichnet, zum Beispiel ein Fragebogen oder eine Skala, das dazu dient, ein bestimmtes Phänomen zu erfassen und bewertbar zu machen. Hierbei spielt zunächst die Selbstauskunft der betroffenen Person eine wichtige Rolle. Ein einfühlsames Befragen und aufmerksames Zuhören der kognitiv unbeeinträchtigten Person und eventuell auch der Bezugsperson sollten für die Pflegefachperson hierbei selbstverständlich sein.
Welche Instrumente zur Schmerzerfassung es gibt und wie diese korrekt in der Praxis angewendet werden, lesen Sie im Beitrag in der Dezember-Ausgabe von Altenpflege.
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