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Stationäre Pflege: Heimbewohnerzahl bleibt trotz mehr Pflegebedürftigen konstant

Nur 9,4 Prozent der Pflegebedürftigen entscheiden sich für stationäre Pflege. Trotz steigender Pflegebedürftigkeit bleibt die Zahl der Heimbewohner fast unverändert.

Heimbewohnerzahl bleibt konstant, obwohl Pflegebedürftigkeit steigt.
Heimbewohnerzahl bleibt konstant, obwohl Pflegebedürftigkeit steigt. Foto: Werner Krüper

Die Zahl der Menschen in Pflegeheimen stagniert, obwohl immer mehr Menschen pflegebedürftig werden. Das zeigt der aktuelle Pflegereport des Medizinischen Dienstes Bund, der auf über drei Millionen Begutachtungen basiert. Nur 9,4 Prozent der Pflegebedürftigen stellten einen Antrag auf vollstationäre Pflege.

Die überwiegende Mehrheit der erwachsenen Pflegebedürftigen lebt weiterhin zu Hause: 90 Prozent organisieren ihre Versorgung in den eigenen vier Wänden. Mehr als die Hälfte (59,6 Prozent) nutzt dabei nur Pflegegeld und organisiert die Pflege mit Angehörigen selbst. Lediglich 11,2 Prozent beauftragen ambulante Pflegedienste.

Die meisten Erwachsenen werden laut Medizinischem Dienst zwischen 75 und 90 Jahren pflegebedürftig – meist durch Demenz oder andere Alterserkrankungen. Knapp die Hälfte beantragt erst Pflegeleistungen, wenn die Selbstständigkeit bereits erheblich beeinträchtigt ist. Bei Erstbegutachtungen erhalten 34,5 Prozent Pflegegrad 2.

Auffällig sind die Geschlechterunterschiede: Während 44,1 Prozent der pflegebedürftigen Frauen allein leben, sind es bei Männern nur 26,1 Prozent.

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