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Suizidwünsche in der Altenpflege – Leitlinien sollen helfen

Pflegekräfte sind im Alltag mit Todes- und Suizidwünschen konfrontiert. Ein Forschungsprojekt entwickelt jetzt Leitlinien für den professionellen Umgang mit Fragen nach Suizidassistenz in der Pflege.

Praxis- und Ethik-Leitlinien sollen professionell Pflegenden Orientierung im Umgang mit Suizidwünschen in der stationären und ambulanten Pflege geben. Foto: Pixabay/AbsolutVision

Pflegefachkräfte stehen laut der Pflegewissenschaftlerin Annette Riedel regelmäßig vor der Herausforderung, Todes- und Suizidwünsche von Pflegebedürftigen zu begleiten. „Sie können sich diesen Wünschen und den damit verbundenen Erwartungen nicht entziehen“, betonte Riedel, Professorin an der Hochschule Esslingen, gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dennoch seien Pflegekräfte oft nicht ausreichend auf den professionellen Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz vorbereitet.

Um diese Lücke zu schließen, leitet Riedel ein dreijähriges Forschungsprojekt, das vom Bundesgesundheitsministerium mit 470.000 Euro gefördert wird. Ziel ist es, ethische und praktische Leitlinien für den Umgang mit Suizidwünschen in der stationären und ambulanten Pflege zu entwickeln. Diese sollen Pflegende dabei unterstützen, einen ethisch reflektierten und dem Einzelfall angemessenen Umgang mit Wünschen nach Suizidassistenz zu entwickeln und Suizide zu verhindern.

Studien belegen die Bedeutung des Themas in der Langzeitpflege. So ergab eine aktuelle Studie, dass ein Drittel der in München durch Suizidassistenz Verstorbenen pflegebedürftig war. Auch international zeigt sich, dass vor allem Menschen über 65 Jahre Suizidbeihilfe in Anspruch nehmen.

Passend dazu: Das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner in unterschiedlichen Kontexten ist Thema auf dem AltenpflegeKongress 2024/25. Interessiert? Infos und Anmeldung auf der Kongresswebsite.