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Sommerhitze gefährdet Medikamente in Pflegeheimen

Die aktuellen Temperaturen können Arzneimittel beschädigen und ihre Wirkung verändern. Pflegekräfte müssen jetzt besonders auf die richtige Lagerung achten.

Hitze verändert die qualität von Medikamenten.
Hitze verändert die qualität von Medikamenten. Foto: AdobeStock/Jenny Sturm

Hohe Temperaturen schädigen Medikamente und können deren Wirkung beeinträchtigen. Laut dem Infocenter der R+V Versicherung sind besonders fetthaltige Zäpfchen, medizinische Cremes und Salben gefährdet. Sie schmelzen bei Hitze oder verändern ihre Konsistenz. „Auch wenn ein Präparat später wieder fest wird: Dies sollte man ohne Rücksprache in der Apotheke nicht mehr verwenden“, warnt Torben Thorn, Gruppenleiter bei der R+V Versicherung.

Bei Asthmasprays steigt durch Hitze der Druck im Behälter, was die richtige Dosierung erschwert. Tabletten und Dragees sind weniger hitzeempfindlich, brauchen aber ebenfalls trockene und vor Sonne geschützte Lagerung.

Optimal sind Raumtemperaturen von 15 bis 25 Grad. Medikamente gehören nicht auf Fensterbänke, ins Badezimmer oder ins Auto. Kühlpflichtige Arzneimittel wie bestimmte Insuline oder Antibiotikasäfte müssen in Kühltaschen transportiert werden, dürfen aber nicht einfrieren.

Beschädigte Medikamente erkennt man an Verfärbungen, ungewöhnlichem Geruch oder Rissen. Vielen Arzneimitteln sieht man Schäden jedoch nicht an.

Passend dazu: Arzneimitteltherapiesicherheit ist ein zentrales Ziel in der Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten. Erfahren Sie im PflegeKompass wie Sie korrekt In der medikamentösen Therapie unterstützen können.