Demenz

Warum Kontinenzförderung speziell bei Demenz wichtig ist

Menschen mit Demenz sind doppelt so häufig inkontinent wie Seniorinnen und Senioren ohne demenzielle Veränderungen. Deshalb sei aktive Kontinenzförderung in diesem Fall besonders wichtig, um den Betroffenen mehr soziale Teilhabe zu ermöglichen. Darauf hat der Hersteller TENA hingewiesen.

WC, Toilette, Inkontinenz
Um die Selbstständigkeit der Bewohner zu wahren, sollten Toiletten leicht auffindbar sein. Foto: Werner Krüper

Wie hängen Demenz und Inkontinenz zusammen?

Mit der Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit steigt bei pflegebedürftigen Menschen das Risiko einer Inkontinenz. Im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz kann der Verlust der bewussten Körperkontrolle zum unfreiwilligen Urinverlust führen.

Welche Inkontinenzfaktoren gibt es noch?

Auch räumliche Desorientierung trägt zu einer Inkontinenz bei: Viele Demenzkranke finden den Weg zur Toilette nicht mehr rechtzeitig. Andere vergessen, sich vor dem Hinsetzen die Kleidung herunterzuziehen oder sie verwechseln andere Orte mit der Toilette. In manchen Fällen sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage mitzuteilen, dass sie auf Toilette müssen und dabei Unterstützung benötigen.

Aber auch begleitende Erkrankungen, wie Prostataleiden oder Diabetes, sowie bestimmte Medikamente, etwa gegen Herzschwäche und Bluthochdruck, können eine Inkontinenz verursachen.

Was können Pflegende tun?

Selbst bei Pflegebedürftigen, die sich nicht mehr mitteilen können, lassen sich laut TENA häufig Anzeichen eines bevorstehenden Toilettengangs erkennen. So deuten beispielsweise motorische Unruhe oder zielloses Umherirren auf den Wunsch hin, die Toilette aufzusuchen. Pflegende sollten auf diese Zeichen achten, um bei Bedarf beim Toilettengang behilflich zu sein.

Mit ein wenig Unterstützung bei der zeitlichen und räumlichen Orientierung schaffen es viele Pflegebedürftige trotz Demenz rechtzeitig auf die Toilette. Eine gute Beleuchtung, eine offene Toilettentür mit einem vertrauten Symbol und ein farbiger Toilettendeckel können bereits eine große Hilfe sein. Hindernisse und Stolperfallen auf dem Weg zur Toilette sollten unbedingt aus dem Weg geräumt werden. Nachts kann zur Sicherheit zusätzlich auch ein Toilettenstuhl neben das Bett gestellt werden.

Beim Toilettengang hilft zudem praktische Kleidung, die sich besonders leicht ausziehen lässt – beispielsweise Hosen mit Gummizug oder Klettverschlüssen anstelle von Reißverschlüssen oder Knöpfen.