Pflegepraxis

Wie die Wunddokumentation in zwei Minuten möglich wird

Digitale Lösungen ermöglichen eine standardisierte, schnelle und präzise Wunddokumentation in nur zwei Minuten und erleichtern damit die Versorgung chronischer Wunden erheblich.

Digitale Wunddokumentation mit cureVision
Das Wundanalysesystem von cureVision nutzt hochauflösende Kameras, um Bilder der Wunde aufzunehmen. Bild: cureVision

Das Management chronischer Wunden ist anspruchsvoll, vor allem wegen der notwendigen detaillierten Dokumentation. Herkömmliche Methoden sind zeitaufwändig und fehleranfällig. Digitale Systeme wie das von cureVision bieten eine deutliche Erleichterung: Mit einer hochauflösenden Kamera und KI verkürzt sich die Dokumentationszeit von bis zu 20 Minuten auf unter zwei Minuten, berichtet Julian Alischer, Founder’s Associate bei der cureVision GmbH, in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege. Auf Knopfdruck werden Länge, Breite, Tiefe und Temperatur der Wunde erfasst, ergänzt durch eine Analyse des Wundbetts.

Digitale Techniken nehmen sowohl Pflegefachpersonen als auch Patient:innen die Angst vor der Wunddokumentation. Der bisher übliche Einsatz von Papierlinealen zur Vermessung der Größe chronischer Wunden entfällt. Gerade bei wechselndem Fachpersonal ist die Varianz der Messergebnisse hoch. Studien zufolge können Unterschiede von bis zu 75 Prozent bei den Messungen auftreten, so Alischer. Bei einer fünf Zentimeter breiten Wunde bedeutet dies, dass in der Dokumentation Werte zwischen drei und sieben Zentimetern erfasst werden.

Digitale Innovationen sparen Zeit und erhöhen die Qualität der Dokumentation, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die rechtliche Nachvollziehbarkeit verbessert. Der gesamte Fachbeitrag zum Thema digitale Wunddokumentation ist in der August-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege nachzulesen.

Passend dazu: eLearning: Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden (Referent: Gerhard Schröder, Gerhard Schröder – Direktor und Inhaber der Akademie für Wundversorgung)