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Millionen Krankenhauseinweisungen sind vermeidbar

1,3 Millionen Krankenhausaufenthalte bei Pflegebedürftigen ließen sich vermeiden, wenn Patientinnen und Patienten besser versorgt würden, wie der Barmer-Pflegereport 2023 zeigt.

Eine pflegebedürftige Heimbewohnerin liegt in Bett.
Viele pflegebedürftige Menschen kommen ins Krankenhaus, obwohl die Einweisung bei einer optimalen pflegerischen und medizinischen Versorgung vermeidbar wäre. Foto: AdobeStock/ bilderstoeckchen

Dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Pflegereport zufolge kamen zwischen den Jahren 2017 und 2022 monatlich im Schnitt rund 280.000 pflegebedürftige und kurz vor der Pflegebedürftigkeit stehende Patienten und Patientinnen ins Krankenhaus. Dabei handelte es sich häufig um ambulant-sensitive oder Pflegeheim-sensitive Fälle, die unter besseren medizinischen Bedingungen von der Hausarztpraxis oder im Pflegeheim behandelt werden können. Dazu zählen Herzinsuffizienz mit monatlich rund 15.900 Krankenhausfällen und Diabetes mellitus Typ 2 mit etwa 4.000 Fällen.

Krankenhauseinweisungen ließen sich vermeiden, wenn bei Patientinnen und Patienten der individuelle pflegerische und medizinische Bedarf stärker berücksichtigt werde, wie die Ergebnisse des Berichts zeigen. „Insbesondere chronisch Kranke und Pflegebedürftige werden oft weder ambulant noch stationär bestmöglich versorgt. Um das zu ändern, brauchen wir dringend neue, effizientere Versorgungsstrukturen“, sagte Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer. Auch Pflegeberufe müssten weiter aufgewertet werden. So spricht sich Straub dafür aus, dass gut ausgebildete Pflegekräfte ärztliche Leistungen übernehmen sollten, wo es sinnvoll und möglich sei.

Passend dazu: Pflegeberater Siegfried Huhn thematisiert vermeidbare Krankenhauseinweisungen auf dem AltenpflegeKongress. Nächster Termin: 8./9. Februar in Leipzig. Jetzt noch von den Frühbucherpreisen profitieren…