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VdPB: Wo bleiben die neuen Rollenprofile für Pflegefachpersonen?
Bereits zum dritten Mal hatte die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) im Dezember Abgeordnete zu einem pflegepolitischen Jour Fixe geladen, um über Probleme und Lösungen in der Pflege zu diskutieren. Im Fokus standen diesmal die neuen Rollenprofile von Pflegefachpersonen und die Ausweitung ihrer Kompetenzen.
Kompetenz der Pflegenden nutzen
Die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, die selbst Pflegefachfrau und VdPB-Mitglied ist, findet: Es könne nicht sein, dass so vielen gut ausgebildeten Menschen mit der Bereitschaft, Verantwortung in der Gesundheitsversorgung zu übernehmen, nicht erlaubt werde, zu tun, wozu sie ausgebildet seien und auch die Fähigkeiten hätten.
VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner schloss sich der Mahnung an: „Die aktuellen Daten zeigen, dass im Jahr 2027 mehr Pflegende altersbedingt aus dem Beruf ausscheiden, als durch die Pflegeausbildung neue Fachpersonen in die Pflegepraxis starten werden. Wenn wir den Personalnotstand jetzt schon als dramatisch erleben, erreicht die Situation in drei Jahren katastrophale Ausmaße, die wir als Gesellschaft nur werden bewältigen können, wenn wir jetzt die richtigen Schritte wählen und konsequent einleiten.“
Die Chancen vermitteln
Für Sigl-Lehner steht fest: Es braucht eine Kommunikationsstrategie, die sowohl die Pflegenden als auch die Ärztinnen und Ärzte davon überzeugt, dass neue Kompetenz- und Rollenprofile in der Pflege Personalressourcen schonen und zugleich die Versorungsqualität verbessern.
Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Schaffung des neuen Berufsbilds der Community Health Nurse und eine konsequente Regelung der Heilkundeausübung und -übertragung wären aus Sigl-Lehners Sicht aktuell die richtigen Signale an die Profession. Die VdPB sei bereit, diese Schritte mit ihrer Expertise zu begleiten und zur Umsetzung zu verhelfen.
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