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DBfK-Umfrage: Nachtdienste in der Langzeitpflege unterbesetzt

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) beruflich Pflegende nach der Personalbesetzung zu ungünstigen Zeiten befragt. Erste Ergebnisse zeigen: In der Langzeitpflege ist nachts zu wenig Personal im Einsatz – und das hat Folgen.

Nachtdienst, Nachtarbeit
Foto: Werner Krüper

So viele Bewohner kommen auf eine Pflegeperson

Die relative Mehrheit der Befragten von gut 55 Prozent versorgt 20 bis 40 Menschen im Nachtdienst, aber fast ein Fünftel kreuzt die Zuständigkeit für 80 und mehr an. Dass dies keine Momentaufnahme, sondern die Regel ist, gaben mehr als 93 Prozent der Befragten an: Die Angaben entsprächen dem Durchschnitt des vergangenen Monats. Die Anschlussfrage nach einer etwaigen Unterstützung verneinten rund 39 Prozent, etwas mehr – 46 Prozent – haben immerhin mindestens eine Pflegehilfsperson an der Seite.

So erleben Pflegende die Nachtschicht

Mehr als jeder vierte Befragte (27,2 Prozent) gibt an, sich bei der Arbeit im Nachtdienst „sehr unsicher“ zu fühlen. Bei Pflegepersonen, die weniger als 40 Bewohnerinnen und Bewohner zu versorgen haben, fühlt sich weniger als jeder Fünfte (18,8 Prozent) unsicher. Der DBfK schlussfolgert daraus: Durch mehr und besseres Personal im Nachtdienst, lässt sich das Sicherheitsgefühl verbessern.

Das sagt der Verband

Die DBfK-Präsidentin Christel Bienstein sieht die Befürchtungen des Verbands durch die Ergebnisse der Umfrage bestätigt: „Die Zahlen zeigen eine erhebliche Belastung der beruflich Pflegenden mit einer viel zu hohen Zahl von Bewohner:innen, um die sie sich nachts kümmern müssen.“ Bei manchen Pflegenden seien es mehr als hundert zu versorgende Bewohnerinnen und Bewohner. „So kann man niemandem gerecht werden, geschweige denn gut und sicher pflegen“, mahnt Bienstein.