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DBfK-Präsidentin Bienstein: „Berufsgruppe muss öffentlich Haltung zeigen“
Die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Christel Bienstein, hat die Pflege aufgefordert, Haltung für Vielfalt und Menschenwürde öffentlich zu zeigen. In einer Pressemitteilung verurteilt Bienstein die rechten Strömungen in der deutschen Politik.
„Es ist unfassbar, dass wir uns im Jahr 2024 wieder gegen rechtsnationale, menschenverachtende Positionen von Politiker:innen und rechtsextremen Aktivist:innen positionieren müssen, als hätte es die deutsche Geschichte nicht gegeben“, so die DBfK-Präsidentin.
„Wer Menschen in beliebig definierte Gruppen einteilt, um sie zu diskriminieren, wer populistische Phrasen als Lösung komplexer Probleme verkauft, wer auf Spaltung setzt und Solidarität verunglimpft, wer Ängste schürt, um Stimmungen zu vergiften, hat mit Sicherheit nicht das Wohl der deutschen Gesellschaft im Sinn.“ Dagegen müsse die Berufsgruppe auch öffentlich Haltung zeigen. Professionelle Pflege stehe für Solidarität mit den Schwächsten in der Gesellschaft, löse Probleme, auch wenn sie komplex sind und mache keine Unterschiede aufgrund von Merkmalen wie Hautfarbe oder Herkunft, Alter oder Geschlecht. „Pflegende achten die Würde aller Menschen. Diese Haltung drückt sich im ICN-Ethikkodex aus, dem wir uns als Pflegefachpersonen weltweit verpflichtet haben.“
Rund 20 Prozent der Pflegenden hätten eine ausländische Staatsangehörigkeit seien hier sehr willkommen, erklärt Bienstein. „Und das nicht bloß, weil ohne sie die Gesundheitsversorgung in Deutschland zusammenbrechen würde, sondern weil sie Menschen, Kolleg:innen, Freund:innen sind. Wir müssen als Berufsgruppe zusammenstehen und den Kolleg:innen mit Migrationshintergrund gerade jetzt noch deutlicher zeigen, wie wertvoll sie uns sind.“
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