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AWO-Vorständin fordert Unterstützung für Klimaschutz in der Altenpflege
Im Projekt „klimafreundlich pflegen“ hat der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) erstmals in Deutschland den CO2-Fußabdruck von 90 Einrichtungen der stationären Altenpflege erfasst.
1.594 Tonnen CO2 eingespart
Die Arbeiterwohlfahrt gilt mit der Entwicklung ihres CO2-Fußabdrucks als Vorreiterin beim betrieblichen Klimaschutz in der Freien Wohlfahrtspflege. Erste Ergebnisse, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt worden sind, zeigen Einsparungen in Höhe von 1.594 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Die Berechnungen beziehen sich dabei nur auf ein Drittel der teilnehmenden Einrichtungen. Der Verband setzt das Instrument des CO2-Fußabdrucks inzwischen flächendeckend in allen stationären Pflegeeinrichtungen des Verbandes um. Es dient nach AWO-Angaben als Grundlage für geeignete Maßnahmen, um die Klimaschutzziele des Verbands zu erreichen.
Klimaschutz in der Altenpflege muss in die Regelfinanzierung
Ohne eine Anpassung der Regelfinanzierung sei dies aber nicht dauerhaft zu leisten, so der Wohlfahrtsverband. „Um Klimaschutz in der sozialen Arbeit zum Erfolg zu machen, brauchen wir die Unterstützung der Kostenträger, Kommunen, Ministerien und vieler weiterer Akteur:innen“, sagte Claudia Mandrysch, Vorständin des AWO-Bundesverbandes. Sie appelliert an die Politik: „Nutzen Sie unsere Potentiale in der Freien Wohlfahrt, erkennen Sie sie als Chance, einen viel größeren Hebel zu besitzen. Wir haben Ideen und Lösungsansätze, welche Maßnahmen als Gesamtpaket zu definieren wären, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen“.
Mandrysch warb um Gespräche über strategisch dimensionierte Förderrichtlinien im Sozial- und Gesundheitsbereich. Dabei müsse auch diskutiert werden, wie Klimaschutz-Investitionen in die Regelfinanzierung, zum Beispiel durch die Pflegekassen, aufgenommen werden könne.
Hörenswert: Podcast zu Altenpflege und Klimaschutz
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