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Vier von zehn Pflegekräften gehen krank zur Arbeit

Vier von zehn Pflegekräften erscheinen nach einer Studie der Barmer häufig trotz Krankheit am Arbeitsplatz. Dieses Verhalten steht meistens im direkten Zusammenhang mit Stress, mangelhafter Unternehmenskultur und Arbeitszufriedenheit, wie die Krankenkasse in Berlin erklärte. In der ambulanten Pflege ist die Zahl sogar höher.

Jede fünfte Pflegekraft (22.1%) arbeitet häufig oder gar sehr häufig trotz schwerer Krankheitssymptome. Grafik: Barmer

Ein solches „Präsentismus-Verhalten“ steht meistens im direkten Zusammenhang mit Stress, mangelhafter Unternehmenskultur und Arbeitszufriedenheit. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Pflegestudie der Barmer und des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) hervor.

Analysiert wurden im Juni 2023 Ressourcen und Belastungen von rund 1.000 Pflegekräften in der ambulanten und stationären Versorgung. „Trotz knapper Ressourcen sollten sich Fachkräfte niemals verpflichtet fühlen, krank bei der Arbeit zu erscheinen. Wir müssen deshalb deutlich mehr Entlastung in die Pflege bringen. So gilt es etwa Räume für den Austausch auf individueller und institutioneller Ebene zu schaffen, um eine gute Pflege zu gewährleisten, die Beschäftige nicht überfordert“, sagt Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.

„Pflegekräfte in der ambulanten Pflege arbeiten im Vergleich zu den Beschäftigten aus dem stationären Versorgungsbereich häufiger, trotz schwerer Krankheitssymptome (ambulant: 27.6% vs. stationär: 21.1%;X²(4)=10.28, p<.05)“, heißt es in der Studie.