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Weniger Zeitarbeitskräfte in der Pflege
Greifen die Springer- und Flexpoolkonzepte in der Pflege? Die Zahl der Zeitarbeitsarbeitskräfte jedenfalls ist gesunken. Das hat verschiedene Gründe.
Die Zahl der Pflegekräfte in Deutschland ist im Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Prozent auf 1.795.564 Personen gestiegen, wie eine Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit zeigt. Gleichzeitig sank die Zahl der bei Personaldienstleistern beschäftigten Zeitarbeitskräfte um vier Prozent auf 32.368 Personen. Ihr Anteil an allen Beschäftigten in der Pflege beträgt damit nur noch 1,8 Prozent. GVP-Präsident Christian Baumann betonte gegenüber dem „Handelsblatt“, dass der oft beschworene „Boom“ der Zeitarbeit in der Pflege bereits zuvor nicht realistisch war und nun als widerlegt gilt. Der GVP ist der Gesamtverband der Personaldienstleister.
Baumann erklärt den Rückgang der Zeitarbeitskräfte unter anderem mit Anpassungsstrategien von Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Gesetze wie das MDK-Reformgesetz und das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) haben die Refinanzierung der Kosten für Zeitarbeitskräfte weiter beschränkt, was Einrichtungen dazu veranlasste, verstärkt auf interne Flexibilitätslösungen wie Springer- und Flexpools zurückzugreifen.
Obwohl die Zeitarbeit weiterhin als wichtiges Instrument zur Überbrückung von Personalengpässen gilt, sieht Baumann keine Notwendigkeit für gesetzliche Regulierungen. Der Rückgang zeige, dass der Markt in der Lage sei, sich selbst zu regulieren. Forderungen nach einer gesetzlichen Begrenzung der Zeitarbeit sollten daher laut Baumann nicht weiter verfolgt werden.
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