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Seltenes Bündnis: Pflegekammer und bpa kritisieren Kürzungen für Pflegeschulen

NRW kürzt die Investitionskostenförderung der Pflegeschulen drastisch. Dies gefährdet die Ausbildung von Pflegekräften massiv. Scharfe Kritik kommt vom bpa und der Pflegekammer.

In NRW wird im Gegensatz zu Hamburg Pflegeschulen nur ein geringer Teil der Mietkosten erstattet. Foto: Marcel Paschertz

Die NRW-Landesregierung hat nach Angaben des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) im aktuellen Haushaltsplan die Investitionskostenförderung für Pflegeschulen von 7 auf 2,2 Millionen Euro drastisch reduziert. Dies stößt auf heftige Kritik. Der NRW-Landesvorsitzende Bernhard Rappenhöner erklärte: „Mitten in einer Phase von massivem Personalmangel und wegbrechenden pflegerischen Versorgungsangeboten setzt die Landesregierung ausgerechnet bei den Pflegeschulen den Rotstift an. Das ist Irrsinn.“

Die Fördermittel reichen aus Sicht des bpa nur aus, um bisherige Unterstützungen auf niedrigem Niveau fortzuführen. In anderen Bundesländern, wie etwa Hamburg, würden bis zu 100 Prozent der Mietkosten erstattet, während es in NRW nur 20 Prozent seien.

Auch die Pflegekammer NRW zeigt sich besorgt und hält mit Kritik nicht zurück. Vizepräsident Jens Albrecht: „Die drastische Kürzung der Investitionskostenförderung für Pflegeschulen stellt eine ernstzunehmende Bedrohung für die Pflegeausbildung dar. Wer Gelder von 7 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro zusammenstreicht, legt mutwillig die Axt an der Zukunft des Pflegeberufes an.“

Albrecht weist aber auch darauf hin, dass bürokratische Hürden den Abruf der Fördermittel erschweren. So seien diese Mittel bislang nie vollständig abgerufen worden, „was aber eben darauf hindeutet, dass der bürokratische Aufwand für die Beantragung und Abwicklung der Fördergelder zu hoch ist“. Albrecht fordert daher einen Bürokratieabbau, um die Fördergelder effizient und zielgerichtet einzusetzen.

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